Deutsche Bank vor Schockwellen?

© Jacek Michiej / Fotolia.com

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Erneut gib es eine massive Warnung vor der Deutschen Bank. Das Geldinstitut steckt in enormen Problemen, berichtete jetzt Finanzexperte Wolfang Gerke, der in aller Regel nicht als hysterisch gilt. Die Krise, die sich jetzt anbahnt, könnte zumindest ebenso groß werden wie die Systemkrise von Lehman Brothers in den USA, die 2008 die enorme Finanzkrise ausgelöst hatte. Deshalb ist ein rechtlicher Überblick für Sie wichtig.

Einlagensicherung: im Zweifel ein stumpfes Schwert

Die gesetzliche Einlagensicherung soll uns alle als Bankkunden vor einem Zusammenbruch und dessen Folgen schützen. In Deutschland sowie in den Banken der EU, bei denen Sie gegebenenfalls Ihr Geld anlegen, gelten 100.000 Euro als gesichert. Die Einlagensicherung ist aber lediglich gesetzlich verlangt, das Geld selbst kommt dann nicht vom Staat, sondern vom Bankenwesen selbst.

Das bedeutet, niemand außer den Geschäftsbanken garantiert Ihnen im Fall des Falles die Auszahlung Ihrer Gelder. Sobald eine große Bank wie die Deutsche Bank Konkurs anmelden müsste, könnte es zu massiven Schwierigkeiten im gesamten System kommen. Letztlich ist dann sogar die Frage, ob die Einlagensicherung hält.

Zusätzlich aber haben die privaten Großbanken immerhin eine Einlagensicherung gegründet, die Millionenbeträge absichert. Solange nur ein Institut betroffen ist, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Dennoch wird die Bankenbranche faktisch immer kritischer. Denn Sie sollten davon ausgehen, dass auch italienische Banken ins Straucheln geraten. Künftig wird ganz Europa für solche Fälle haften müssen. Deshalb werden die Risiken für Sie als Bankkunde deutlich größer.

Deutsche Bank: Das Sofort-Programm

Zurück zur Deutschen Bank. Das Frankfurter Institut hat nach der Analyse von Wolfgang Gerke aktuell vor allem das Problem, dass in der Bilanz zu viele Derivate, also Wetten auf andere Werte, platziert sind. Diese Derivate sind vor allem bei Geschäftspartnern, also Banken auf der anderen Seite der Wette, eine Bombe. Gerät die Deutsche Bank in Schwierigkeiten, reißt dies auch andere Institute in ein Loch.

Zudem wird die Deutsche Bank einige Strafzahlungen in die USA überweisen müssen, die deutlich höher ausfallen dürften als ursprünglich gedacht. Es geht um Milliarden, sodass die Konkurrenz aus der US-Finanzbranche sich die Finger reiben wird. Deshalb sollten Sie sich selbst schützen.

Verteilen Sie als Kunde der Deutschen Bank zumindest Einlagen oberhalb von 100.000 Euro auf andere Geldinstitute. Hier bieten sich unter anderen die genossenschaftlichen Banken oder die Sparkassen an, die andere Sicherungssysteme benutzen. Als Aktionär sollten Sie mit Stop-Loss-Marken für die Aktie der Frankfurter Bank arbeiten. Ein weiterer Absturz ist möglich.

 

 

 

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

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