Vorsicht: Zinsfalle

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Die Zinsen werden bei uns wie in den USA steigen. Nicht so schnell und nicht ganz so plötzlich Aber höhere Anleiherenditen zeigen, dass das Zinsniveau anzieht. Die Politik hatte uns das miese und niedrige Zinsniveau erst beschert. Dennoch: Jetzt greift die Politik ein zweites Mal zu. Das Koalitionspapier zwischen CDU, CSU und SPD zeigt dies ganz deutlich. Ich warne Sie.

Zinsbesteuerung steigt

Die Zinsen werden klettern, aber gleichzeitig auch Ihre Steuern darauf! Merkel, Seehofer und Schulz wollen (bei Schulz steht jetzt natürlich der Wille von „Nahles“), dass die Zinsen nach der Höhe der Einkommensteuersätze abkassiert werden. Wenn Sie etwa einen Einkommensteuersatz von 30 % zahlen (auf den letzten dazuverdienten Zins), dann wird es teurer als bislang nach der Abgeltungsteuer.

Das ist leider auch ganz perfide. Sie zahlen auf Ihr übliches Einkommen in einem solchen Fall keineswegs 30 %. Denn maßgeblich sind die durchschnittlichen Steuersätze. Es gibt Freibeträge, Freigrenzen und auch Möglichkeiten, Aufwendungen abzusetzen. All dies mindert am Ende die Steuersätze, die Sie auf Ihr gesamtes Einkommen tatsächlich zahlen.

Wenn Sie aber Zinseinkünfte oben draufpacken, dann zahlen Sie mehr als vorher, denn der Durchschnitt Ihres Einkommens steigt wieder. Entscheidend ist nach Einkommensteuertabelle dann das Einkommen, das Sie durch diese Zinseinkünfte „zusätzlich“ erzielen. Waren es vorher etwa 50.000 Euro und dann 52.000 Euro, dann würde der Steuersatz angewandt, der sich durch diesen Mehrverdienst ergibt. In einigen Fällen dürfte der Steuersatz sogar erheblich steigen.

Warum Aktien verschont werden

Bei Aktieninvestitionen aber traut sich die neue GroKo nicht, die Steuern zu ändern. Da wird es eine Abgeltungsteuer geben, sagt das jüngste Papier. Wie bislang. Warum? Weil ansonsten rechtliche Probleme entstehen würden. Die Unternehmensgewinne sind schon auf der Ebene von Unternehmen versteuert worden. Da müsste eine Verrechnung stattfinden, wie etwa beim noch gut bekannten Halbeinkünfteverfahren zu Dividenden.

Deshalb lässt die Politik lieber die Hände von der Einkommensteuer bei Kurs- und auch bei Dividendengewinnen mit Aktien. Die „Abgeltung“ bewirkt gerade, dass Sie die schon auf Unternehmensebene gezahlten Steuern nicht zahlen können. Ein nicht so feiner Trick. Aber er wirkt.

Die große Koalition der Steuererhöher hat auch ansonsten einige unerfreuliche Steuer- und sonstigen Nachrichten. Gerade dann, wenn Sie auch nur etwas Vermögen besitzen oder mit Ihrem Einkommen selbst Geld verdienen. Der „Deutsche Wirtschaftsbrief“ hat alles untersucht. Lesen Sie hier durch Klick einfach die nächste Ausgabe.

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Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

P.S. Jamaika ist Geschichte. Der Koalitionsvertrag ist durch. Jetzt haben viele Angst um die Stärke der Finanzmärte, um die Börsen. Dennoch: Es gibt zu allen Zeiten Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften. Die Liste mit meiner Gewinn-Garanten für 2018 finden Sie HIER

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