Dow Jones mit größtem Tagesminus seit dem Brexit – wie geht es weiter?

© ChaotiC_PhotographY / Fotolia.com

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Der Dow Jones musste zum Ende der vergangenen Woche das größte Minus seit dem Brexit hinnehmen. Das ist eine gute und schlechte Nachricht für uns alle zugleich. Die schlechte Nachricht lautet, dass die Märkte wieder im Angstmodus sind. Die gute Nachricht, dass der Brexit bereits verarbeitet ist. Jetzt geht es um andere Dinge.

Schlechte Nachricht: Märkte im Angstmodus

Die Investoren in den USA haben vor allem deshalb einen schlechten Wochen-Endverlauf hingelegt, da die Märkte inzwischen Angst vor einer Zinserhöhung haben. Die US-Notenbank FED ist auf dem Weg dazu, das Vertrauen der Aktionäre zu zerstören. Immer deutlicher wird in Nebensätzen, dass die FED die Zinsen erhöhen wird.

An sich ist dies auch richtig, dokumentiert es doch immerhin, dass die Wirtschaft in guter Verfassung ist. Die Zinsen müssen nicht mehr weiter gesenkt werden, um die Wirtschaft noch weiter anzukurbeln. Vielmehr würde eine Zinserhöhung bedeuten, dass die Kredite wieder teurer werden können und die Wirtschaft weniger Investitionen verkraftet.

Schlecht an der Nachricht möglicher Zinserhöhungen ist indes die Art und Weise, wie die US-Notenbank agiert. Seit Monaten lässt sie erkennen, dass die Zinsen steigen könnten. Die Kommunikation aber bleibt ein einziges Rätsel. Besser wären klare Ansagen und ein Fahrplan, den wir alle gut einschätzen könnten. Den Fahrplan gibt es nicht, deshalb tritt Unsicherheit ein.

Gute Nachricht: Brexit ist verarbeitet

Immerhin: Der Brexit ist verarbeitet. Positiv verarbeitet. Wenn jetzt kleinere Zinserhöhungen den Markt beschäftigen, existiert bereits keine Angst mehr vor weiteren Schritten der Briten. Wir sind wieder im normalem Tagesgeschäft an den Börsen angekommen.

Dies ist insofern eine gute Nachricht für alle, als auch andere größere Ängste keine bedeutende Rolle spielen. Ob Nordkorea Atomtests durchführt oder der Syrien-Krieg weiter eskaliert, hat keinen nennenswerten Einfluss auf Aktienkurse.

Wer auf Aktien setzen möchte, kann daher den Fokus auf wirtschaftliche Daten und beispielsweise die Zinspolitik richten. Das bedeutet insgesamt, dass Sie künftig gute Chancen auf weitere Kurssteigerungen haben werden. Denn die Wirtschaft wächst und die Zinsen werden selbst nach geringeren Erhöhungen immer noch nahe ihrer Rekordtiefs sein.

Damit werden die Kredite trotz der höheren Zinsen weiterhin nachgefragt, die Investitionen laufen und auch Privatkonsumenten scheinen ruhig zu bleiben. Das wird auch auf die europäischen Märkte abfärben, die noch am Ende der vergangenen Woche ebenfalls nervös schienen. Kurzfristig überwiegt der positive Impuls der Zinsnachrichten aus den USA wahrscheinlich wieder.

Unter dem Strich bleibt deshalb, dass Sie weiterhin in substanzstarke Aktien investieren sollten. Aktien, wie sie die Redaktionen empfehlen, die sich mit den bilanziellen Daten auseinandersetzen und diese auch bewerten. Gerade nach fallenden Kursen wie am Freitag eröffnen sich neue Einstiegschancen für Sie.

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

 

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