Der ideale Vermögensberater – so könnte er für Sie aussehen

Vielleicht haben Sie sich auch schon oft geärgert, dass Sie von bestimmten Anlagechancen, etwa Zinsangeboten, von tollen Fonds oder auch schönen Immobilien viel zu spät gehört haben. Oder dass niemand Ihnen zur Hand ging, um ganz konkret über dieses Angebot zu sprechen. Jetzt sollen die sogenannten „Robo-Advisor“ Ihnen dabei helfen. Also digitale Vermögensverwalter. Einfach und günstig.

Ich persönlich halte davon nicht viel. Vielmehr würde ich mich freuen, wenn Sie meinem Kollegen, Herrn Dr. Liemen und mir etwas Zeit und Vertrauen schenken, um Ihnen zur Seite zu stehen. Wir sind keine Vermögensverwalter, aber unterstützen Sie seit mehr als 20 Jahren bei Ihren eigenständigen Entscheidungen in allen wirtschaftlichen Fragen. Sehen Sie sich hier einfach selbst um.

Robo-Advisor: Jede Woche mehr als 1.000 Depots…

Warum aber halte ich digitale Verwalter für letztlich unfähig? Weil Sie es besser können, wenn Sie alle nötigen Informationen zur Hand haben. Tatsächlich vermitteln inzwischen Direktanlagebanker Anbieter solcher digitalen Ratgeber. Eine Direktbank in München hat inzwischen einen regelrechten Boom ausgelöst. Pro Woche werden mehr als 1.000 Depots gegründet.

Der Anbieter selbst hat inzwischen gut 500 Millionen Euro unter Vertrag und darf diese verwalten. Das kostet lediglich 0,75 % pro Jahr (bezogen auf das angelegte Vermögen). Das Geld teilen sich die Bank und der Anbieter. Würde also beispielsweise die Bank, wie es ein Dienstleister feststellte, 0,42 % verdienen, dann zahlen faktisch Sie als Kunde dafür, dass Ihre Bank ein Depot anbietet, das gegen weitere gut 0,33 % elektronisch verwaltet wird.

Das bedeutet, Sie würden dann auch noch Gebühren für die ETFs, also börsengehandelte Fonds, zahlen, die in Ihrem Depot landen. Worin besteht jetzt die Leistung? In einer leicht optimierenden Auswahl aufgrund Ihres Risikoprofils. Jetzt aber kommen Sie ins Spiel.

Sie wissen viel mehr über Ihr Vermögen

Ihr Risikoprofil ist nur die eine Seite der Medaille. Aber als Unternehmer, als Privatier, als Anleger, als Anleger und Berater für Dritte (in der eigenen Familie), haben Sie mehr Daten und Wünsche, als ein einfaches Risikoprofil hergeben könnte.

Ändern sich Ihre Rahmenbedingungen, ändern sich Ihre Anlagewünsche. Was passiert, wenn Familienväter plötzlich auch Financiers für Enkel werden? Was passiert, wenn Ihre Lebensversicherung verkauft wird, wie es aktuellen vielen Kunden der Versicherer geht? Was passiert, wenn sich die Steuerbedingungen für Fonds im Jahr 2018 ändern – und genau das geschieht jetzt? Was halten digitale Vermögensverwaltungen von Kryptowährungen? Welche Auswirkungen haben die Trump-Entscheidungen auf den Dollar und damit „Ihren“ Euro?

Das sind Fragen, bei denen wir Ihnen zur Seite stehen. Weil es im realen Leben um mehr geht als ein ewiges Risikoprofil. Der ideale Vermögensberater und -verwalter sind Sie selbst. Wenn Sie die richtigen Informationen haben. Sehen Sie sich gerne um.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: In den kommenden Wochen werden wir übrigens weitere Investitionen in Aktien vornehmen. Die Abgeltungsteuer bleibt uns erhalten – dies begünstigt Sie. Klicken Sie einfach hier.

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