Der heimliche Verlierer an den Börsen…

© kalafoto / Fotolia.com

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Wir alle sehen derzeit, wie die Banken an den Börsen bluten müssen. Die Commerzbank verlor zuletzt wieder fast 9 % in kurzer Zeit. Die Deutsche Bank wird permanent durchgerüttelt. Deshalb besteht die Warnung vor Bankaktien unvermindert fort. Banken bieten Ihnen anders als viele Analysten empfehlen auch keine Einstiegschance oder einen Turnaround. Die Wahrheit lautet: Niemand weiß, wann die Staaten welche Bank zu welchem Preis retten. Um mehr geht es schon gar nicht mehr.

Wahre Verlierer: Immobilienunternehmen aus Großbritannien

Das Alles aber ist keine Überraschung mehr. Die wahren Verlierer der vergangenen Wochen sind Immobilienunternehmen aus Großbritannien. Seit der Entscheidung zum Austritt Großbritanniens aus der EU haben Investoren viel Geld abgezogen.

Inzwischen geht die Sorge an den Märkten so weit, dass auch Fonds in Mitleidenschaft gezogen werden, die in Großbritannien in Immobilien investieren. Die Überlegung ist recht simpel: Sobald der Brexit tatsächlich vollzogen wird, werden viele Unternehmen aus London und den anderen Großmetropolen weggehen.

Gerade die Immobilienbranche lebt aber von der Nachfrage der sehr gut verdienenden Manager, Kapitalgeber und den zahllosen Nachwuchskräften, die sich rund um London niedergelassen haben. Deshalb reagiert der Markt in Erwartung des Brexit über.

Keine Einstiegsgelegenheit…

Auch hier streiten sich wieder die Gemüter. So könnten mutige Investoren die gute Gelegenheit nutzen, jetzt gerade einzusteigen. Dies empfiehlt sich allerdings nicht. Denn die Diskussionen über den Brexit gehen nun erst los. Die britische Premierministerin hat einen Fahrplan vorgelegt, nach dem sich der Ausstieg vollziehen könnte.

Dieser Fahrplan sieht vor, dass die Briten den Austritt formal beschließen und beantragen werden, gleichzeitig aber die europäischen Regelungen in ihren Gesetzen festschreiben lassen wollen. Damit würde Großbritannien eine massive Änderung der aktuellen Rechtsordnung zunächst verhindern.

Das Ganze ist derzeit ein Testballon, noch warten die Briten ab, wie die Medien und die Bevölkerung diese Idee beurteilen. Dennoch zeigt sich, dass der Brexit langsam Gestalt annimmt. Das wiederum bedeutet, britische Immobilien und Immobilienunternehmen könnten im Laufe der nächsten Monate erst Recht unter Druck geraten.

Gerade deshalb ist es entgegen dem Ratschlag vieler Wirtschaftsjournalisten und Analysten nicht ratsam, voreilig wieder in Großbritannien zu investieren. Vielmehr sollten Sie sich auf kalköoerbare Substanz konzentrieren. Die Unternehmen legen in den nächsten Wochen ihre Ergebnisse zum abgelaufenen dritten Quartal vor. Da trennt sich wieder die Spreu vom Weizen. Insbesondere die dividendenstarken Werte aus den USA, Unternehmen von den Empfehlungslisten aus dem Depot-Brief etwa, werden wieder wachsende Gewinne aufweisen. Das ist die tatsächliche Einstiegsgelegenheit, falls Sie noch Aktien suchen.

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