Zwangsversicherung für Sie?

© MH / Fotolia.com

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Mehr als drei Millionen Kleinunternehmer in Deutschland zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein und versichern sich ebenso wenig über ein Versorgungswerk. Etwa 25 % der sogenannten Solo-Selbstständigen ohne Angestellte verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Alarmierende Zahlen, die jetzt an die Öffentlichkeit geraten sind. Der Staat will sie zwangsbeglücken. Wenn Sie dabei sind, wird es teuer.

Verpflichtende Absicherung?

Am 29. November werden die Pläne der Bundesregierung gegen diese Missstände bekanntgemacht. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles möchte eine „verpflichtende Absicherung von Selbstständigen in der Rentenversicherung“, also eine Zwangsversicherung. Die CDU setzt dagegen und befürchtet die endgültige Pleite vieler Selbstständiger.

Stellen Sie sich vor, sie seien betroffen: schon jetzt möchten Viele die Krankenkassenbeiträge von mehreren hundert Euro monatlich aus Geldnot nicht zahlen. Wenn jetzt noch eine Zwangsversicherung dazukommt, ist die Existenz vermutlich in vielen Fällen endgültig gefährdet. Dann folgt Hartz IV.

Das kann ja eigentlich nicht Sinn und Zweck von Reformen sein. Dennoch hat die Politik keine andere Lösung, auch wenn sie die Probleme herunterspielt. Zunächst sollen Sie oder, falls Sie nicht betroffen sind, andere Selbstständige aus dem Nichts plötzlich hunderte von Euro zahlen. Am Ende steht dann eine „Rente“, die allenfalls so hoch ist wie die ohnehin steuerfinanzierte Mindesthilfe.

Geld für nichts

Das Geld würden Sie also als Betroffener effektiv für nichts zahlen. Es ist eine Mindeststeuer. Sie können jetzt einwenden, dass Betroffene damit zumindest dafür zahlen müssen, dass sie später vielleicht Hartz-IV-Empfänger werden können. Das wäre ja nur gerecht.

Dennoch: Die Steuerquote in Deutschland ist jetzt schon sehr hoch. Wer zu wenig verdient, kann auch als Selbstständiger keine Zwangsversicherung als Steuerersatz mehr brauchen. Davon hat niemand etwas. Viele Selbstständige würden indes früher schon Hartz-IV-Bezieher.

Wir werden die Zwangsversicherung nicht verhindern können, wir können nur davor warnen, sich darauf zu verlassen. Denn die Renten können vom Staat fast willkürlich gekürzt werden. Sie zahlen also für nichts oder jedenfalls weniger, als Andere heute schon bekommen.

Deshalb auch an alle Selbstständigen nur dieser Hinweis: Wer Sparpläne auf Aktienindizes abschließt, kann durchschnittlich nach allen Erfahrungen 6 % bis 10 % p. a. verdienen. Wer also 10 % schafft, verdoppelt das eingezahlte Geld jeweils nach sieben Jahren. Nach 14 Jahren muss es sich rechnerisch damit vervierfachen. Wie unsere Redaktionen beweisen, sind solche Sparpläne schnell und kostengünstig abzuschließen. Deshalb: Zwangsversichern müssen Sie sich, wenn es nach der Politik geht. Absichern hingegen können Sie sich einfach selbst.

 

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

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