US-Vorwahlen 2012: Startschuss in Iowa

Heute, am 03. Januar 2012, fällt in Iowa der Startschuss für die US-Vorwahlen. Mit der Urwahl in Iowa beginnt der Vorwahlkampf um die Präsidentschaft. Sechs Männer und eine Frau bewerben sich für die Nominierung der Republikaner. Nach aktuellen Umfragen hat Mitt Romney (64) die größten Chancen die Vorwahlen  zu gewinnen. Somit wird der ehemalige Gouverneur von Massechusetts vielleicht die Möglichkeit haben Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl herauszufordern.

So funktionieren die US-Vorwahlen 2012

Das Wahlsystem der USA funktioniert über Wahlmänner: Die US-Bürger geben ihre Stimme nicht für eine Partei ab, sondern indirket über Wahlmänner für eine Einzelperson. Bei den US-Vowahlen kämpfen Bewerber der Parteien um das Recht, als Einziger im Namen ihrer Partei anzutreten.

Die US-Vorwahlen sind zu unterscheiden in die sogenannten „Caucus“ oder „Primary“. Der Unterschied zwischen den beiden Wahlmodi Caucus oder Primary lässt sich beispielhaft an den Republikanern erklären. Denn auch hier gibt es unterschiedliche Vorgehen bei den Republikanern und Demokraten.

Die US-Vorwahlen: Am 3.1.2012 fällt der Startschuss mit dem ersten Caucus in Iowa.

Die US-Vorwahlen 2012: Am 3.1.2012 fällt der Startschuss mit dem ersten Caucus in Iowa.

Das Wort „Caucus“ bedeutet übersetzt Zusammenkunft. Demzufolge erfordert ein Caucus die persönlihce Anwesenheit der Wählerinnen und Wähler.  So ist es auch beim ersten Caucus in Iowa der Fall, dass sich die Wählerinnen und Wähler in Büchereien, Kirchen, Wohnzimmern, Schulen oder Turnhallen treffen und über Kandidaten debattieren. Bei den Republikanern wird per Zettel abgestimmt. Jeder kann bis zur Stimmabgabe um die Gunst der Wähler kämpfen und entscheiden, sich ins Wählerregister eintragen zu lassen.

Die Wahl kann entweder geschlossen sein, also nur die Teilnahme von Republikanern erlauben. Oder sie findet – wie in manchen Staaten –  in offener Form statt. Dann dürfen auch Demokraten und unabhängige Wähler bei dem republikanischen Causus teilnehmen.

Diesen Unterschied gibt es auch bei den Primaries. Sie können sich auch nur auf die Republikaner beschränken oder aber für alle offen sein.

Der Unterschied zwischen Caucus und Primary bei den US-Vorwahlen 2012

Bei den Primaries können registrierte Wähler direkt wählen, für welchen der Kandidaten die Delegierten dieses Bundesstaates auf dem nationalen Parteitag stimmen sollen. Beim Caucus ist es eine lange Prozedur. Es werden lokale Delegierte gewählt, die ihrerseits in mehreren, aufeinander folgenden Schritten auf weiteren überregionalen Versammlungen Delegierte für den nationalen Parteitag ernennen. Es ist also eine Art Vorwahl der Vorwahl.

Bei einer Primary ist auch die Anwesenheit der Wählerinnen und Wähler nicht erforderlich. Auch eine Briefwahl ist möglich. Die Stimme kann zu beliebiger Zeit abgegben werden, solange das Wahllokal geöffnet ist.  Ein Caucus wird dagegen zu einer genau definierten Zeit anberaumt und erfordert eine persönliche Anwesenheit.

Bei den Demokraten wird es dieses Jahr keinen Caucus geben, denn Barack Obama geht ohne Herausforderer ins Rennen.

Super Tuesday – offiziell Primaries erlaubt

Eine weitere von vielen Regeln ist der Super Tuesday. Dieses Jahr wird es der 6. März sein, an dem die Republikaner zum ersten Mal eine Primary zulassen. An diesem Tag werden über zehn Staaten Vorwahlen durchführen.

Neue Stimmvergabe bei Republikanern 2012

Die Stimmvergabe für die Kandidatenwahl haben die Republikaner ebenfalls modifiziert. Bis vor kurzem galt das „Winner takes all“-Prinzip (Der Gewinner bekommt alles). Nun erfolgt die Stimmvergabe, wie bei den Demokraten proportional, mit der Ausnahme, dass ein Kandidat mehr als die Hälfte der Stimmen erhält.

Quelle: www.dw-world.de

Bilderquelle: © christophe Boisson – Fotolia.com.

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