Riestern – Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht

Noch

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immer sind Riester-Fondssparpläne in Deutschland wenn nicht beliebt, dann doch zumindest weit verbreitet. Die Riester-Fondssparpläne haben in den vergangenen Jahren mehr als 3 Millionen Haushalte in Deutschland dazu verleitet, für eine solche Zusatzrente zu sparen. Dies könnte in den kommenden Jahren ein Bumerang werden. Der Deutsche Wirtschaftsbrief, den Sie hier direkt für weitere Empfehlungen herunterladen können, erwartet noch einmal schlechtere Nachrichten als bislang.

Aktienquote beschämend gering

Die Aktienquote ist bei solchen Fondssparplänen viel zu gering. Beschämend gering, wenn Sie sich die Erfolge an den Aktienmärkten aus den vergangenen Jahren vor Augen halten. Denn Aktien brachten allein in den vergangenen drei Jahren Gewinne von oft mehr als 40 %. Nicht nur ausgesuchte Titel, sondern ganze Indizes wie der Dow Jones, der Dax oder der S&P 500.

Der Staat hat zusammen mit Anbietern ein Minuspaket beschert. Bei Neuverträgen hat diese Kombination inzwischen eine Aktienquote von 0 % erreicht – Regulierungen und Angst sei Dank. Die „Deutsche Asset Management“ sagt inzwischen, dass für den wichtigsten Sparplan, den „DWS RiesterRente Premium“, allenfalls Sparer mit mehr als 35 Jahren Laufzeit noch die Chance hätten, eine wenn auch kleine Aktienquote zu erleben.

Schuld ist die Garantie, von der Sie als Vertragsnehmer eigentlich profitieren sollen. „Sollen“. Denn: Die Summe, die sich in dem Sparplan ansammelt, muss am Ende der Laufzeit wenigstens der Summe der Einzahlungen aus dem eigenen Portefeuille sowie den staatlichen Zulagen entsprechen. Das müssen die Anbieter gewährleisten, und also „sichere“ Anleihen kaufen.

Niedrige Zinsen das immense Problem

Dank der niedrigen Zinsen, die der Staat im Verbund mit der Europäischen Zentralbank EZB organisiert hat, müssen die Anbieter entsprechend vorsichtig sein. Wer nur 0,5 % auf seine Einlagen kassiert, kann sich ausrechnen, was am Ende der jeweiligen Laufzeit passiert. Stellen Sie sich vor, Sie könnten „sicher“ 0,5 % pro Jahr verdienen. Dann ist nach 20 Jahren Laufzeit immerhin sichergestellt, dass Sie in etwa 12,5 % inklusive der Zins- und Zinseszinsen angesammelt haben.

Das heißt, bei einer solchen Laufzeit könnten Sie 12,5 % auch in Aktien investieren, ohne einen Wertverlust zu erlangen. Die Zinsen gleichen es aus. Je geringer die Zinsen werden und je kürzer die Restlaufzeit durchschnittlich ist, desto weniger können Sie aber auf diese Weise in Aktien investieren. Genau dies ist auf Jahre hinaus das Dilemma der Fondssparpläne beim Riestern.

Sie können nicht in Aktien investieren. Wegen der Vorschriften des Gesetzgebers. Deshalb helfen auch die sinkenden Gebühren ab April Ihnen nicht weiter.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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