Neue Börsenwoche: Was bringt neue Impulse?

© ChaotiC_PhotographY / Fotolia.com

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“Wirtschaft-vertraulich”:

Liebe Leser,

der Startschuss zur laufenden Quartalsberichtssaison ist ziemlich in die Hose gegangen. Der Aluminiumkonzern Alcoa, der weiterhin den semi-offiziellen Auftakt zur Bilanzsaison gibt, hat einen Gewinneinbruch von 70% melden müssen. Keine gute Vorlage, da Alcoa aufgrund seiner Geschäftstätigkeit als Spiegelbild einer ganzen Reihe von Branchen gilt.

Allerdings sollten Sie sich als Anleger so früh in der Berichtsaison nicht nervös machen lassen. Denn Tatsache ist auch, dass die Baisse am Rohstoffmarkt auch die Aluminiumpreise getroffen hat. Doch sagt das mit dem Blick auf das bisherige US-BIP nichts darüber aus, wie wirklich der Stand der Wirtschaft ist. Denn die Rohstoffpreise werden derzeit vor allem durch China dominiert.

 

Fokus auf US-Banken

Trotz der Enttäuschung bei Alcoa ist also alles noch im halbwegs grünen Bereich. Ob das so bleiben kann, werden wir schon in dieser neuen Woche erleben. Denn dann liegt der Fokus des Marktes vor allem auf den US-Banken. Schon morgen macht JPMorgan Chase den Auftakt, am Mittwoch folgen Bank of America und Wells Fargo und am Donnerstag legen Citigroup, Goldman Sachs und US Bancorp ihre Zahlen vor.

Wobei vermutet werden darf, dass die Zahlen grundsätzlich zufriedenstellend ausfallen dürften. Denn durch die Zögerlichkeit der US-Notenbank am Anleihenmarkt haben sich hier weitere Chancen für die Banken im Handel ergeben. Außerdem war das letzte Quartal sehr aktiv, was Börsen-Neuemissionen, Anleihenplatzierungen und Übernahmen anging.

Aber nicht nur Unternehmenszahlen dürften die Märkte bewegen. Aus den Augen sollten Sie auch nicht die volkswirtschaftlichen Daten verlieren. Und da wird sowohl in Übersee als auch in Europa einiges in dieser Woche geboten.

 

Konsumieren die Amerikaner genug?

Das Hauptaugenmerk in Amerika sollten Sie einerseits auf den Mittwoch mit avisierten Einzelhandelsumsätzen legen. Denn sie sind ein wichtiger Pfeiler für die gesamte Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft. Außerdem gibt es am Donnerstag Inflationsdaten, die einen Hinweis darauf geben könnten, wie dringend die Fed an einer Zinserhöhung arbeiten muss.

 

Wie ist die Stimmung bei den Investoren?

In Europa ist dagegen diese Woche alles auf Stimmungsindikatoren ausgelegt. Denn morgen gibt es den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sowohl in Deutschland als auch in der Euro-Zone. Im ZEW – soweit noch einmal zur Erinnerung – werden per Umfrage die Konjunkturerwartungen von Analysten und Investoren abgefragt.

Er ist damit das Gegenstück zum Ifo-Geschäftsklimaindex, wo die Unternehmen zu ihren Erwartungen befragt werden. Insgesamt könnte der ZEW für etwas Unruhe sorgen, da momentan mit einem deutlichen Rückgang gerechnet wird.

Im Fazit gilt aber noch unsere bisherigen Einschätzung der letzten Wochen: Da der DAX es wieder über die Marke von 10.00 Punkten geschafft hat, kann wieder mehr gekauft werden. Achten Sie dabei aber weiterhin auf entsprechende Absicherungen.

Mit besten Grüßen

Ihr Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“, aus der Redaktion des Deutschen Wirtschaftsbriefs

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