Ist der Euro bald am Ende? Die Folgen der Frankreich-Wahl

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Frankreich hat gewählt. Die Wahl war insofern wichtig für uns alle, als die Franzosen letztlich über den Euro entschieden haben – jedenfalls kurzfristig. M. Le Pen, die Kandidatin der Rechten, hatte schon lange über einen Austritt aus der Euro-Zone sinniert. Der Deutsche Wirtschaftsbrief hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, was bei einem klaren Sieg dieser Kandidatin passieren würde. Nun ist sie in der Stichwahl, gilt allerdings als Außenseiterin.

Ein Frankreich-Austritt aus der Euro-Zone wäre sehr viel wahrscheinlicher geworden. Damit aber würde der Euro endgültig am Ende sein. Frankreich ist neben Deutschland der große Stabilisator der ohnehin verschuldeten Euro-Zone. Nun ist es nicht so gekommen, Sie können sich an den Börsen zunächst zurücklehnen.

Frankreich: Zwei Wochen Zeit

Frankreich wird in zwei Wochen zwischen Macron und Le Pen wählen. Vieles spricht jetzt dafür, dass Macron als unabhängiger Kandidat gewinnt, da die Konservativen in Frankreich nun auch den liberalen Bewerber empfehlen. Dies könnte auf Umwegen dazu führen, dass der Euro sich zunächst sogar weiter stabilisiert.

Das würde die Börsen auch kurzfristig beruhigen. Mittel- und langfristig hat die Börse ohnehin viel Freiheit in Bezug auf die politischen Entwicklungen. Die politischen Börsen haben, so heißt es gemeinhin, kurze Beine. Gemeint ist, dass die Börsen sich eher an den tatsächlichen wirtschaftlichen Zahlen orientieren denn an den politischen Rahmenbedingungen.

Es sieht daher insbesondere mittel- und langfristig weiterhin sehr gut aus an den Aktienbörsen. Die Zinsen in der Euro-Zone bleiben niedrig. Die Gewinne der Unternehmen versprechen Rekordausschüttungen in Deutschland. Und die Wirtschaft brummt zumindest halbwegs, sowohl in Europa wie auch in den USA.

Großbritannien: Die zweite wichtige Entscheidung

Wenn die Präsidentschaftswahlen in Frankreich vorbei sind, dauert es noch vier Wochen, bis Großbritannien neue Parlamentswahlen durchführt. Dabei wird die konservative Partei gewinnen, die den EU-Austritt voranbringen möchte. Dieses Ereignis allerdings hat die Börse schon längst eingepreist. Sollte es zu Kursrückgängen kommen, dürfte es besonders interessant für Sie sein, günstig nachzukaufen.

Der Deutsche Wirtschaftsbrief empfiehlt derzeit klar, in Aktien zu investieren. So auch in dieser Woche. Die konkreten Empfehlungen und Hinweise lesen Sie hier kostenfrei. Dazu zählen vor allem die Unternehmen, die weltweit Geld verdienen und Jahr für Jahr stabile oder höhere Dividenden an Sie ausschütten. Ein besonders interessanter Wert in diesen Tagen ist die Munich Re. Am Mittwoch findet die Hauptversammlung statt. Danach gibt es Ausschüttungen für Sie.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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