Interview: Der Griechenland-Wahnsinn geht weiter!

Warum SIE derzeit jeden Porsche bezahlen, der nach Griechenland geliefert wird! „Jeder Porsche, der nach Griechenland geliefert wird, bezahlen derzeit die deutschen Steuerzahler“, zitiert Dr. Erhard Liemen den Professor Charles Blankart von der Humboldt-Universität Berlin.

In diesem Interview verrät Ihnen Dr. Erhard Liemen, was sich hinter der These von Charles Blankart verbirgt und wie Sie verhindern können, dass Ihr Vermögen in den Schuldensumpf der europäischen Pleitestaaten gezogen wird!

Dr. Erhard Liemen sorgt seit über 16 Jahren dafür, dass das Vermögen seiner Leser sicher ist und nur diese selbst von ihrem hart erarbeiteten Geld profitieren.

Dr. Erhard Liemen - Chefredakteur des Deutschen Wirtschaftsbriefs.

Dr. Erhard Liemen - Chefredakteur des Deutschen Wirtschaftsbriefs.

Sabrina Behrens: „Jeder Porsche, der nach Griechenland geliefert wird, wird derzeit von Deutschland bezahlt“ – was verbirgt sich hinter dieser These, Herr Dr. Liemen?

Dr. Erhard Liemen:  Mit dieser These charakterisiert Charles Blankart das Problem der Target-Salden, also der unbeglichenen Schulden aus Importen. Bei der Deutschen Bundesbank haben sich allein von Griechenland 106 Mrd. € Schulden angehäuft, so Blankart.

 Sabrina Behrens: Was resultiert daraus?

Dr. Erhard Liemen: Finanzspritzen werden an strenge Kriterien geknüpft, über Targets hingegen fließt das Geld in vollen Strömen. Teure Autos und Immobilien werden in Deutschland gekauft, statt in Griechenland selbst zu investieren. Das dort abgezogene Kapital drückt Einkommen und Beschäftigung und verschärft dadurch die Krise vor Ort. Es finanziert den Wohlstand der Reichen, während die Masse der Bevölkerung verarmt.

Sabrina Behrens: Was bedeuten Targets für Deutschland?

Dr. Erhard Liemen: Bei der Einschätzung für Deutschland kann ich mich auch nur Professor Blankart anschließen: Deutschland kann nie und nimmer mit einer Rückzahlung des Geldes rechnen, lautet Blankarts Prophezeiung.  Die Bundesregierung kommt nicht darum herum, die Schulden zu stunden und schließlich zu erlassen. Auszubaden hätten das dann alle Steuerzahler. Behält Blankart Recht, wären das keine schönen Aussichten: Deutsche Steuerzahler kommen für den Luxus der Griechen auf.

Sabrina Behrens: Für wie realistisch halten Sie vor diesem Hintergrund, den gerade gebilligten Finanzplan von Schäuble?

Dr. Erhard Liemen: Schäubles Ziele sind sehr ambitioniert bis unrealistisch. Im Jahr 2016 soll der Bund bis auf einen Kredit von gut einer Milliarde Euro praktisch ohne neue Schulden auskommen. Das hätte es dann das letzte Mal 1969 gegeben! Hinzu kommt ,dass in diesem Jahr die Nettokreditaufnahme nochmals 34,8 Milliarden Euro steigen wird. Der Grund ist der Euro-Rettungsschirm. Wegen der vorgezogenen ESM-Finanzspritzen von 8,7 Milliarden Euro wurde gerade ein Nachtragshaushalt fällig.

Sabrina Behrens: … und die Euro-Zone scheint ja noch lange nicht stabil zu sein, oder?

Dr. Erhard Liemen: Genau. Nach dem aktuellen Vorgehen in der EZB-Geldpolitik wird die Euro-Zone noch eine geraume Zeit im Krisenmodus stecken bleiben. Durch neue Finanzspritzen der Notenbanken türmen sich in Schwachländern wie Portugal, Spanien und Italien, die Verbindlichkeiten! Falls diese die Währungsunion doch verlassen müssen, werden wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland darunter leiden. Die Target-Salden könnten dann nicht mehr beglichen werden!

Sabrina Behrens: Worin liegt der größte Fehler bei der aktuellen EZB-Geldpolitik?

Dr. Erhard Liemen: Die EZB begibt sich auf einen Drahtseilakt, der kaum möglich ist: Sie will Wachstum und Sparkurs zugleich. Dabei wird stets vergessen, dass es nicht reicht, Liquidität ins Bankensystem zu pumpen – dadurch entsteht kein Wachstum. Wettbewerbsfähigkeit und Produktivitätssteigerung müssten auf der Agenda ganz oben stehen!

Sabrina Behrens: Aber ist der Fiskalpakt nicht ein guter Fortschritt?

Dr. Erhard Liemen: Naja, Angela Merkel hat es zwar geschafft, den Fiskalpakt durchzudrücken, der zu solideren Staatsfinanzen führen soll. Sanktionen bei Nicht-Einhaltung sind aber schwer durchzubringen, denn der Vertrag ist nicht ins EU-Recht eingebunden. Was ein Fiskalpakt ohne echte Sanktionsmöglichkeiten wert ist, werden die nächsten Jahre zeigen.

Sabrina Behrens: Welche Risiken sehen Sie in der Zeit für vermögende Bürger?

Dr. Erhard Liemen:  Die Zinsen „normaler“ Banken sind niedriger als die Inflationsrate und die Angebote „klammer“ Banken sind optisch attraktiver, aber entsprechend riskant. Für die kommenden Jahre ist mit einer stark steigenden Inflation zu rechnen, die vor allem wirtschaftlich starke Länder – wie Deutschland – treffen kann. So sind steigende Zinsen nur scheinbar reizvoll.

Das Risiko für vermögende Bürger besteht darin, dass wir lange mit negativen Realzinsen zu tun haben. Wenn Geldanlagen nicht länger arbeiten können, läuft das auf eine Enteignung hinaus!Aber davor brauchen meine Leser sich nicht zu fürchten. Ich bin optimistisch, dass die Börsen sich weiterhin positiv entwickeln. Mit meinen Empfehlungen werden sie im richtigen Moment von Liquidität in ausgewählte Qualitäts-Aktien wechseln und damit ihr Vermögen in Sicherheit bringen.

Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und mit welchen Aktien auch Sie hohe Renditen bei großer Sicherheit erzielen können, erfahren Sie jeden Freitag im „Deutschen Wirtschaftsbrief“. .

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