Immobilienkredit von Wulff ist nicht anrüchig

Der Immobilienkredit um Bundespräsident Christian Wulff hatte Ende des Jahres 2011 für Wirbel, Empörung und Vertrauensverlust geführt.  Das Fazit: Anzukreiden gibt es im Fall Wulff vieles; die Urlaube bei Freunden, der Anruf beim Bild Chefredakteur Kai Diekmann. Der Immobilienkredit ist dagegen nicht anrüchig – so die Einschätzung von Dr. Erhard Liemen.

Der Immobilienkredit von Wulff ist nicht anrüchig.

Der Immobilienkredit von Wulff ist nicht anrüchig.

Der Immobilienkredit der BW-Bank an Bundespräsident Christian Wulff ist nicht anrüchig

Wie schon erläutert: Wulff mögen zahlreiche Gefälligkeite – wie die Urlaube bei reichen Freunden –  anzukreiden sein; die Darlehenskonditionen sind es jedenfalls nicht.

Ähnliche Zinsen hätten auch Sie erhalten können, denn es ging um ein variabel verzinstes Geldmarktdarlehen. Dessen Konditionen orientieren sich am Euribor, zu dem sich Banken untereinander kurzfristig Geld leihen.

Geldmarktdarlehen als typische Zwischenfinanzierung – wie bei dem Immobilienkredit von Wulff

Den niedrigen Zins reichen die Banken mit einem Aufschlag an den Kunden weiter. Variabel heißt aber auch: Nach drei Monaten ändern sich die Bedingungen, und zwar abhängig von der Entwicklung des Euribor.

Der Kreditnehmer trägt damit das Risiko, dass sich die Konditionen erheblich verschlechtern könnten.
Geldmarktdarlehen eignen sich deshalb allenfalls dann, wenn es um eine Zwischenfinanzierung geht.
So wie bei Wulff. Der Bundespräsident hatte  sich anschließend für ein Darlehen mit 15-jähriger Zinsbindung entschieden.

Zumindest in diesem Kritikpunkt war der Wirbel während der Kreditaffäre um Christian Wulff demnach überzogen..

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