Immobilien: Die Gefahr eines Rückschlags wächst deutlich

© PANORAMO.de / Fotolia.com

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“Wirtschaft-vertraulich”:

Liebe Leser,

seit die Zinsen so extrem niedrig sind, gibt es neben Aktien vor allem eine Vermögensklasse, die besonders davon profitieren konnte – die Immobilienbranche. Sicher sind Ihnen als Anleger auch schon zahlreiche entsprechende Anlageideen und –Vorschläge offeriert worden. Aus Gesprächen mit Lesern kennen wir die Lage, dass viele in den letzten Jahren entsprechende Offerten, ob nun Direktkauf oder über geschlossene oder offene Immobilienfonds, angenommen haben. Deshalb an dieser Stelle eine Warnung:

Eine beträchtliche Preiskorrektur bei hiesigen Immobilien wird immer wahrscheinlicher. Wobei sich diese Prognose aus den vorangegangenen Marktentwicklungen ergibt. Seit einigen Jahren stürzen sich Selbstnutzer und auch viele Kapitalanleger geradezu wie wild auf alles, was vier Wände hat. Getrieben werden die Käufer dadurch, dass Hauspreise und Mieten in Großstädten seit Jahren steigen.

 

Exorbitante Preissteigerungen in Ballungszentren

Seit dem Jahr 2010 haben sich die Immobilienpreise hierzulande um durchschnittlich rund 30% erhöht. Etwa 50% sind es in Hamburg, Berlin und Stuttgart; München ist sogar mit knapp 80% Preissteigerung dabei. Bei solchen fundamental nicht zu rechtfertigenden Preisaufschlägen ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Blase am Immobilienmarkt platzt.

Obwohl der Markt bereits überhitzt ist, dürfte es in diesem Jahr nochmals eine Verteuerung geben. Da die Geldpolitik weiterhin ein massives „Credit Easing“, also die Senkung der Kreditzinsen, betreibt, wird die Nachfrage zusätzlich angeheizt. Bisher machen die attraktiven Renditen den Boom der Immobilienpreise noch einigermaßen wett. Indes:

 

Kalkulieren Sie Ihre Investments ordentlich durch

Dass es sich bereits um eine Blase – zumindest in den Ballungszentren – handelt, zeigt aber z. B. der Umstand, dass hier oftmals kein Raum mehr für ordentliche Bewertungen gegeben wird. Bisweilen werden Immobilien morgens besichtigt, und am Abend sitzen die Parteien schon beim Notar. Deshalb auch unser dringender Rat.

Trotz verlockender Renditen sollten Sie diesen Wahnsinn nicht mitmachen. Lassen Sie sich von der Hektik am Markt nicht anstecken. Denn geht dem Immobiliensektor die Luft aus, droht den Käufern ein böses Erwachen.

Sollten Sie dennoch meinen, ein attraktives Angebot offeriert zu bekommen, müssen Sie Ihr Investment so strukturieren, dass Sie auch sinkende Preise aushalten können. Das bedeutet in der Praxis ganz konkret, dass ein Eigenanteil von mindestens 25% ein Muss ist. Eine anfängliche Tilgung von 3% pro Jahr sollte ebenfalls machbar sein.

Denken Sie daran: Wer niedrige Monatsraten will, verlängert dadurch die Zeit bis zur Tilgung des Darlehens erheblich. Verliert die Immobilie dann stark an Wert, kann das in einem Fiasko enden.

 

Und noch ein Hinweis in eigener Sache:

In genau einer Woche – vom 15. April bis 16. April – findet die Anlegermesse Invest in Stuttgart statt. Unser Verlag GeVestor ist dabei mit einem eigenen Stand vor Ort und hält für Sie neben vielen Informationen rund um unsere Wirtschafts- und Börsenbriefe auch ein reichhaltiges Vortragsprogramm für Sie parat.

Nutzen Sie deshalb noch schnell die Chance und sichern Sie sich über unsere Website eine kostenlose Eintrittskarte zur Messe. Bitte nutzen Sie dafür den folgenden Link: Zum Aktionscode Anlegermesse Invest.

Wir freuen uns schon jetzt, Sie auf unserem Messestand begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen

Ihr Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“, aus der Redaktion des Deutschen Wirtschaftsbriefs

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