Eine falsche Entscheidung kostet mehr als 100 Euro

© Yuri Arcurs / Fotolia.com

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Das neue Jahr bringt gleich neue – teils gute, teils erschreckende – Fakten für Sie mit. Der Gesetzgeber hat zum Beispiel erkannt, dass die Rentenkasse die Rentenzahlungen für die nächsten Jahrzehnte nicht mehr wie bislang leisten kann. Daher ändern sich zum Beispiel mit diesem Jahr einige Faktoren.

Sie müssen länger arbeiten

Das Eintrittsalter zur Rente erhöht sich erneut. Sie müssen 65 Jahre und sechs Monate alt sein, bevor Sie in den regulären Rentenbezug eintreten. Dies gilt, wenn Sie in diesem (neuen) Jahr den 65. Geburtstag feiern und also 1952 geboren worden sind. Die Grenze für den Entritt in das Rentenalter wird sich bis auf 67 nach oben schieben.

Dies geschieht nach und nach bis zum Jahr 2031, heißt es in den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Aber Hand auf’s Herz: Schon bald wird der Renteneintritt sich weiter nach hinten verschieben. Denn auch die 67er-Grenze reicht nicht aus.

Die Menschen leben länger und beziehen daher mehr Geld aus den Rentenkassen. Auf der anderen Seite reduziert sich der Nachwuchs, der in die Rentenkassen einzahlen würde. Die jetzigen Modelle gehen zudem immer noch davon aus, dass die Rentenbeiträge stabil bleiben. Auch dies wird sich im Laufe der kommenden Jahre ändern.

Wer nach Renteneintritt arbeitet, zahlt in die Kasse

Zudem werden Rentner jetzt während des Rentenbezugs ihre eigene Rente durch Nebentätigkeiten erhöhen können. Bislang mussten Arbeitgeber in die Kassen einzahlen, Arbeitnehmer während des Rentenbezugs nicht. Jetzt zahlen Rentner ein und erhöhen damit die Rente. Ob das Geschäft sich indes lohnt, ist zweifelhaft.

Wer in die Rentenkasse einzahlt, bezahlt in der Regel für mehr als die eigene Rente. Das Rentensystem ist ein Umlageverfahren. Die, die einzahlen, finanzieren andere spätere Bezieher mit.

Schließlich aber steigt jetzt auch die Beitragsbemessungsgrenze. Dies ist jener Betrag, bis zu dessen Höhe Sie als Arbeitgeber wie auch als Arbeitnehmer vom jeweiligen Einkommen in die Rentenkasse einzahlen. Im Westen klettert diese Grenze von 6.200 Euro auf 6.350 Euro, im Osten von 5.400 Euro auf 5.700 Euro monatlich.

Die Kosten also klettern. Das ändert sich faktisch zum Neuen Jahr. Wenn Sie allerdings nur auf die staatliche Rente setzen würden, sinkt der Rentenanspruch im Laufe der Jahrzehnte auf etwa 42 %. Dies sind durchschnittlich mehr als 100 Euro Verlust im Monat. Im Deutschen Wirtschaftsbrief lesen Sie regelmäßig, wie Sie Ihre Altersvorsorge kostengünstiger und renditestärker gestalten können. Zumindest als Selbstständiger oder Freiberufler haben Sie die Wahl, ETF-Sparpläne abzuschließen. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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