Die große Inflationslüge: Hier lesen Sie die Wahrheit

© drubig-photo /Fotolia.com

© drubig-photo / Fotolia.com

Sofern Sie in diesen Tagen zur Bank gehen, um Ihr hart erarbeitetes Geld auf Zinskonten anzulegen, kommen Ihnen sicher die Tränen. Nach unseren aktuellen Recherchen erhalten Sie im günstigen Fall vielleicht 1 % oder allenfalls minimal mehr, wenn Sie das Geld auf einem Festgeldkonto anlegen.

Das kann und wird Ihnen nicht gefallen, denn mit diesem Zins werden Sie nach den Inflationsraten Geld verlieren. Dafür reicht eine kurze Überlegung: Die Statistiker legen zur Berechnung der Inflationsrate ein paar Nahrungsmittel oder Waren aus dem täglichen, vielleicht auch längerfristigen Bedarf in einen Korb und rechnen nach, wie sich die Preise entwickelt haben.

Inflationsberechnung enthält nichts Bedeutendes

Sie können heute also Computer etwas günstiger kaufen als früher, vielleicht ist die Butter billiger geworden, das Brot etwas teurer. Die meisten Menschen von uns wissen, dass die Großeltern genau diese Preise noch im Blick hatten. Weil es eng wurde in der Versorgung der Familie. Für den Rest hingegen war gesorgt. Der Staat kümmerte sich um die Krankenkassen, um die meist jährliche Kur und schließlich die Rente.

Heute ist alles genau umgekehrt. Die Lebensmittelpreise interessieren die Jüngsten unter uns überhaupt nicht mehr. Kaffee wird in Coffeeshops „to go“ gekauft und kostet etwa das Zehn- bis Fünfzehnfache als die Tasse daheim. Drei Brezeln im Sonderangebot beim „Auf“-Bäcker gibt es für zwei Euro.

„Energy“-Drinks kosten bis zu fünf Euro an der Tankstelle, die inzwischen die früheren Supermärkte ablöst. Schuhe werden heute nicht mehr repariert, sondern nach dem meist kurzen Gebrauch weggeworfen. Das ist alles kein Lamento über die früher bessere Welt, sondern zeigt nur bei kurzem Hinsehen, dass sich das statistisch gemessene Leben in der Realität nicht wiederfindet. Lebensmittel oder Kleidung sind nicht das große Problem unserer Zeit.

Altersvorsorge, Krankenkassen, Kuren: das große Dilemma

Vielmehr ist die Vorsorge ein wesentlich größeres Problem als früher. Die aber fließt nicht in die Inflationsberechnung ein. Warum eigentlich nicht? Denn Vorsorge oder Heilmittel müssen Sie heutzutage faktisch „kaufen“. Es gibt so gut wie nichts ohne Zuzahlung. Vernünftige Augengläser kosten inklusive Rahmen mehrere hundert Euro, wo früher die Kasse zahlte.

Kuren sind in früheren Jahren nicht wertvoller gewesen als heute. Die Menschen sind ebenso rehabilitationsabhängig. Doch Sie zahlen und zahlen selbst drauf. Die Inflationsrate in diesem Fall dürfte mehr als 1.000 % betragen. Die private Vorsorge für das Alter verschlingt einen erheblichen Teil Ihres Geldes, wenn Sie schon aktiv geworden sind. Auch das sind 1.000 % Prozent mehr als früher.

Deshalb sollte sich niemand Sand in die Augen streuen lassen. Angeblich ist die Inflationsrate bei uns gering. Daher können auch die Zinsen so niedrig bleiben. Das Alles ist ein großes Ablenkungsmanöver. Tatsächlich ist es heute wohl wichtiger denn je zuvor, mehr aus seinem Geld zu machen – und schwieriger. Das betrifft Steuern, Geldanlage, Fehlervermeidung am grauen Kapitalmarkt oder auch den Umgang mit Banken und Krankenversicherungen. Woche für Woche lässt sich viel Geld sparen, wie der Deutsche Wirtschaftsbrief gerade wieder bewiesen hat.

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: NEU: Kennen Sie die aktuelle Studie „Währungsangst 2016/2017“? Wie Sie Ihr Geld retten, wenn die Krise im Euro-Raum eskaliert Klicken Sie hier und sichern Sie sich Ihr Exemplar!

Print Friendly

Kommentare sind nicht erlaubt.