Die Börse bleibt für hohe Kurs-Schwankungen anfällig

© Herbie / Fotolia.com

© Herbie / Fotolia.com

Aus dem aktuellen kostenlosen Newsletter

“Wirtschaft-vertraulich”:

Liebe Leser,

als Anleger müssen Sie sich darauf gefasst machen, dass in dieser Woche die Schwankungsanfälligkeit der Kurse am Aktienmarkt weiterhin hoch bleibt. Dabei gilt das besondere Augenmerk erneut dem DAX als dem deutschen Leit-Barometer für die Börsenkurse. Allerdings dürfte der Wochenauftakt mehr oder weniger misslingen.

Was insbesondere den erdöl-produzierenden Ländern dieser Welt anzulasten ist. Denn diese hatten sich am Wochenende auf einer großen Konferenz nicht auf die Verringerung der Ölproduktion einigen können, was das Angebot am Markt verringert und für steigende Ölpreise gesorgt hätte.

 

Uneinigkeit der Öl-Staaten drückt auf die Aktienkurse

Ein Umstand, der aktuell im Markt positiv aufgenommen worden wäre, da dies vor allem dem größeren Energiesektor und den dort aktiven Unternehmen (und Aktien) geholfen hätte. Zwar wird angenommen, dass massive Produktionskürzungen in den USA, wie sie gerade laufen, am Ende doch für steigende Ölpreise sorgen werden. Doch ist das Ganze eine erneute Belastung für die Aktienkurse.

Was dazu führen dürfte, dass der DAX zumindest zum Wochenbeginn seine in der Vorwoche mühsam erkämpften Kursstände oberhalb von 10.000 Punkten wieder räumen muss. In der Frühindikation der Analysten lag der DAX am Montagmorgen jedenfalls wieder im vierstelligen Bereich. Aber:

 

Konjunkturdaten könnten gegenhalten

Noch ist nicht aller Tage Abend. Denn im Laufe der Woche könnten sich einige positive Impulse ergeben. Da wären zum einen in Amerika der weitere Verlauf der Quartalsberichtssaison, aber auch auf konjunktureller Seite neue Zahlen aus der Immobilienwirtschaft. Fallen diese positiv aus, wäre dies ein Signal, dass die US-Wirtschaft weiterhin in einer robusten Verfassung ist, was sich ebenfalls positiv auf die Notierungen auswirken könnte.

In Europa gibt es insgesamt drei Themen, die Sie als Investoren auf dem Schirm haben sollten. Als erster Termin ist auf die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindex am Dienstag (für Deutschland und die Euro-Zone) zu achten. In beiden Werten sollte es eine Verbesserung geben, was bedeuten würde, dass die für den ZEW-Index befragten Investoren und Analysten die konjunkturellen Aussichten positiver beurteilen.

 

Geldpolitik bleibt im Fokus des Marktes

Auf konjunktureller Ebene dürfte dann auch eine ganze Reihe von Zahlen interessant werden, die am Freitag veröffentlicht werden und verschiedene Einkaufsmanagerindizes umfassen. Diese, regelmäßigen Lesern unseres Newsletters ist das schon bekannt, geben Aussagen über den Zustand der Wirtschaft, ob diese expansiv eingestellt ist oder eher rückläufige Tendenzen aufzeigt.

Das wichtigste Thema in dieser Woche wird aber wohl wieder die Geldpolitik der EZB sein. Denn diese trifft sich am Donnerstag zu ihrer nächsten Sitzung. Für die aktuellen Leitzinsen – sowohl Hauptrefinanzierungssatz als auch Einlagensatz – werden zwar keine neuen Werte erwartet. Dennoch rechnet die Börse mit Statements, ob die EZB tendenziell weitere Maßnahmen ihrer laufenden Liquiditätspolitik ins Auge fasst.

Unser Tipp: Lassen Sie die neue Börsenwoche angesichts der vielen Themen erst einmal ruhig angehen. Sollte der Markt die Ölpreis-„Niederlage“ verdaut haben, stehen die Chancen gut auf erneut steigende Kurse, die Sie dann zum Kauf nutzen könnten.

Mit besten Grüßen

Ihr Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“, aus der Redaktion des Deutschen Wirtschaftsbriefs

Print Friendly

Kommentare sind nicht erlaubt.