Brexit – was passiert uns allen jetzt?

© Tanja Bagusat / Fotolia.com

Sie haben es sicherlich gehört: Die britische Regierung wird jetzt den Brexit beschleunigen, den Austritt Großbritanniens aus der EU. Der Antrag geht bei der EU nun ein. Beide Seiten haben jetzt etwas Zeit, um gemeinsam ein Ausstiegsszenario zu entwerfen. Doch was wird uns passieren? Müssen wir etwas unternehmen, uns schützen? Der Deutsche Wirtschaftsbrief bereitet seine Leser seit längerer Zeit auf das Geschen vor. Sehen Sie sie die Ausgaben selbst an – kostenfrei.

Zwei Jahre lang Zeit

Wenn innerhalb von zwei Jahren keine Einigung gefunden ist, wird es noch einfacher – und dramatischer. Denn dann würde Großbritannien mir nichts, Dir nicht, einfach so ausscheiden. Es gäbe keine Verträge und keine Vereinbarungen mehr.

Der schlimmste Fall. Denn dann würde die gegenseitige Niederlassungsfreiheit nicht mehr gegeben sein. Sie dürften nicht mehr ohne besondere Formalia nach Großbritannien einreisen oder beispielsweise mit den Briten Geschäfte machen. Wenn Sie zu den Importeuren gehören, würde es ebenfalls unangenehmer.

Importeure müssen dann damit rechnen, dass die Zollbelastung massiv steigt. Dies kostet Geld, Zeit und Nerven. Wenn Sie britische Mitarbeiter beschäftigen, müssten Sie damit rechnen, dass diese hier nicht mehr ohne Weiteres arbeiten oder zumindest dauerhaft arbeiten dürfen. Sie müssten auch Ihre Bankverbindungen mit Großbritannien überdenken – im schlimmsten Fall. Greift dann noch die britische Einlagensicherung? Zumindest würden Ihre Konten bei Banken mit Niederlassungen in Deutschland nach deutschem und europäischem Recht abgesichert bleiben: 100.000 Euro sind gesichert.

Den schlimmsten Fall vorbereiten

Alles andere ist Kaffeesatzleserei, wie es so schön heißt. Sie können zu Recht darauf hoffen, dass es Zollvereinbarungen gibt. Dienstleistungsfreiheiten oder auch Arbeitnehmer-Niederlassungsrechte. Teile davon werden mit hoher Sicherheit vereinbart, sonst würde sich Großbritannien ins eigene Fleisch schneiden.

Dennoch: Niemand weiß, wie die Positiv-Liste aussieht. Was also von den bisherigen Vorteilen im Binnenmarkt und den gemeinsamen rechtlichen Regelungen bleibt. Deshalb sollten Sie sich mittelfristig auf den schlimmsten Fall vorbereiten, meint der „Deutsche Wirtschaftsbrief“. Das bedeutet, Sie sollten zumindest Ihre Kalkulationen bezogen auf Exporte und auch Importe mittelfristig zu Ihren Ungunsten umstellen. Bauen Sie einen Sicherheitspuffer ein.

Ziehen Sie gegebenfalls auch Kapital aus Großbritannien ab, wenn Sie ganz sicher gehen wollen. Schließlich sollten Investoren international agierender Immobilienfonds ganz genau hinsehen: Wie hoch ist die Investitionsquote in Großbritannien. Ist diese zu hoch, drohen Rückschläge. Dann ist vielleicht sogar ein Verkauf besser.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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