12.360 Euro von 43.000 Euro – weg

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Vielleicht haben Sie gestern die Boulevard-Zeitung mit den großen Buchstaben gelesen. Dort wurde beschrieben, wie die „Flexirente Strategie“ der Sparda-Bank aus einer Anlagesumme von 43.000 Euro binnen 15 Jahren durch Gebühren von 12.360 Euro machte. So konnten Investoren mit einer solchen Rendite bei der „privaten Rente“ nur mehr auf 32.000 Euro blicken. Der Deutsche Wirtschaftsbrief warnt nahezu vor allem Möglichkeiten, private Renten abzuschließen – sofern Banken die Anbieter sind. Hier lesen Sie ausführlich zu den Alternativen.

Renten oft zu teuer

Die Grundlage der Kritik ist schlicht ein Rechenexempel. Die Rentenversicherung in privater Hand lässt viele Stellen mitverdienen. Diejenigen, die beispielsweise Fonds managen, die dann von Privatversicherten gekauft werden. Auch die Fondsgesellschaft verdient mit, deren Verwaltung und auch deren Eigentümer.

Der Vertrieb hält seine Hand auf. Dies gilt sowohl hausintern als auch gegebenenfalls beim Verkauf in fremden Häusern. Schließlich zahlen Sie indirekt sogar für Notare, die komplizierte Anlageverträge ausarbeiten müssen. Sie zahlen schließlich selbst für die staatliche Überprüfung der Verträge. Jeder möchte mitverdienen.

Deshalb können private Rentenversicherungen am Ende nicht attraktiv sein. Sehr langfristig wird es wahrscheinlich kaum eine, vielleicht sogar überhaupt keine Ausnahme geben. Dies wiederum führt zu einem Problem: Sie müssen sich bei der Rentenversicherung selbst um die bestmögliche und sichere Anlage kümmern. Die staatliche Rentenversicherung kann es ebenso wenig wie die privaten Anbieter.

Sparpläne – Aktien und Indizes

Am Ende bleiben in der Regel nur Sparpläne auf Aktien oder auf Indizes mit Aktien. Die Sparpläne richten Sie selbst bei Banken ein, am besten bei Online-Banken. Diese Sparpläne auf Aktien wie auch auf Indizes sind kostengünstig, werden sehr kostengünstig ausgeführt bzw. gelagert und renditestark.

Jüngste Untersuchungen zeigen, dass Aktien sogar nach Abzug der Inflationsraten über Jahrzehnte bis zu 6 % oder sogar etwas mehr brachten. Indizes spiegeln diese Entwicklung ebenfalls wider. Deshalb sind Einzahlsparpläne das richtige Mittel, um 2017 und in den darauffolgenden Jahren Vermögen aufzubauen.

Das eingezahlten Vermögen können Sie jederzeit liquidieren. Dies ist der zweite Vorteil: Sie bleiben bei veränderten Bedingungen stets flexibel. Dafür können Sie schließlich Auszahlpläne abschließen, die es bei privaten Rentenversicherungen so nicht gibt. Auch diese Auszahlpläne sind extrem kostengünstig und sicher. Das Vermögen gehört stets Ihnen. Beim Konkurs eines Anbieters geht das Depot auf eine andere Bank über. Deshalb: Schließen Sie Sparpläne ab.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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