Burnout-Syndrom – keine Versicherung dagegen!

Gegen die Volkskrankheit „Burn-out-Syndrom“ kann man sich nicht direkt versichern. Das Burnout-Syndrom ist keine anerkannte Berufskrankheit. Lesen Sie hier alles, was Sie darüber wissen müssen.

Burnout-Syndrom – trotz psychischer Folgen nicht anerkannt

Das Burnout-Syndrom ist keine anerkannte Berufskrankheit.

Das Burnout-Syndrom ist keine anerkannte Berufskrankheit.

Anhaltender Stress und Überlastung im Job scheinen immer häufiger zu emotionaler Erschöpfung zu führen. Das kann mit Depressionen und Angstzuständen – also psychischen Erkrankungen – einhergehen. Indes: Eine anerkannte Berufskrankheit ist Burn-out bisher nicht. Keine Berufsgenossenschaft zahlt dafür.

Bei privater Versicherung sind psychische Erkrankungen mitversichert

Haben Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, sind psychische Krankheiten mitversichert. Um Anspruch auf eine Rente zu haben, müssen Sie jedoch beweisen können, wirklich berufsunfähig zu sein.  Genau dieser Nachweis gelingt vielen Versicherten aber selbst bei physischen Erkrankungen nicht.

Versicherungsschutz bei bestimmten Krankheiten gewährleisten die sogenannten Dread-Disease-Policen. Hierbei zahlt die Versicherung unabhängig davon, ob die Arbeitskraft tatsächlich eingeschränkt ist. Voraussetzung ist, dass die diagnostizierte Erkrankung im Vertrag ganz konkret benannt ist. Aber Achtung:

Selbst bei Dread-Disease-Policen – kein 100-prozentiger Schutz gegen Burnout

Selbst wenn psychische Krankheiten aufgeführt sind, ist das nicht automatisch eine Burn-out-Versicherung. Bestenfalls können die wirtschaftlichen Folgen des Burn-outs für den Versicherten gelindert werden.

Wer eine Dread-Disease-Versicherung abschließen will, sollte das Leistungsspektrum genau prüfen. Grundsätzlich sinnvoller dürften Berufsunfähigkeitspolicen sein.

An dieser Stelle eine Erinnerung: „Dread Disease“ ist vor allem dann zu empfehlen, wenn BU-Schutz wegen Vorerkrankungen versagt wird. Ist es einmal zur Ablehnung gekommen, wird das in der zentralen Datei der Versicherer gespeichert.Wer befürchten muss, wegen einer Vorerkrankung abgelehnt zu werden, kann der Speicherung so entgehen: Er beauftragt einen Versicherungsmakler, unter dessen Namen Angebote bei Versicherungen einzuholen. Dann bleibt der eigene Name so lange wie irgend möglich unbekannt.

Wie erkannt man ein Burn-out Syndrom? 

Diese Anzeichen können auf ein Burnout-Syndrom hindeuten: Bevor Ihre Psyche kollabiert, gibt es klare Warnsignale, die Sie auch ernst nehmen sollten. Zu ersten Indizien zählen  Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen und  ein Gefühl einer dauerhaften Erschöpfung.

Streckt sich dieser Zustand in die Länge kann es auf Dauer zu depressiven Verstimmungen und einer pessimistische Grundhaltung kommen. Das äußert sich dadurch, dass Sie sich kraftlos fühlen. Paradoxerweise sind Sie gleichzeitig aber nervös oder sogar manchmal aggressiv. Was die Verzweiflung und pessimistische Laune noch verstärkt, ist das Beziehungsleben, was unter dem Stress leidet. Sowohl der Partner, als auch Freunde und Familie kommen zu kurz. Alle beklagen sich über Vernachlässigung ihrerseits. Die höchste Stufe dieser Depressionen sind Suizidgedanken.

Wie erkennen Sie das Burnout-Syndrom am eigenen Körper?

Nicht nur Ihre Laune, auch Ihr Körper geben Anzeichen für ein Burnout-Syndrom. Zu typischen Symptomen zählen:

  • Magen-Darm-Probleme
  • Muskelverspannungen
  • Schlaflosigkeit
  • sekundäre Gesundheitsprobleme, die durch den übertriebenen Konsum von Kaffee, Alkohol, Nikotin oder anderen Drogen entstehen
Bildquelle: ©  Dark Vectorangel – Fotolia.com

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