Das beste Sparkonto für 2017: So geben Sie keinen Cent zu viel aus

© Jakub Krechowicz / Fotolia.com

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Die Strafzinsen in Deutschland steigen. Wir nennen sie „Strafzinsen“, weil die Erträge auf den Bankkonten nach Abzug der Gebühren in aller Regel auf weniger als 0 % gefallen sind. Deshalb werden Sie als Kunde bestraft für Guthaben, die in früheren Jahren stets Zinsen gebracht hätten. Wenn Sie jetzt beispielsweise Tagesgeldkonten einrichten, dann kassieren Sie oft weniger als 0,5 % Zinsen jährlich. Festgeldkonten bringen je nach Laufzeit und Höhe Ihrer Einlage allenfalls knapp mehr als 1 %. Girokonten hingegen sind teuer, da die Leistungen inzwischen teils sogar mit Fixgebühren vergütet werden sollen.

Mehr als 50 % Zinsen

Eine der dreistesten Gebührenfallen ist derzeit das Abheben an fremden Geldautomaten. Oft müssen Sie dafür mehr als die öffentlich bekannten 1,95 € zahlen. Einerseits werden Gebühren für die Bank fällig, bei der Sie abheben. Andererseits zahlen Sie dann noch bei der Bank, bei der Sie ein Konto führen. Insgesamt fließen schnell 3 oder 4 € ab.

Diese Gebühren sind die beste Geldanlage, die Banken sich vorstellen können und die ungünstigste, die Sie je getätigt haben. Die Banken selbst führen nur Salden, das heißt, sie gleichen eines Tages gegenseitige Schulden und Transaktionen aus. Für ein Negativsaldo muss eine Bank im Interbankenverkehr kaum Geld zahlen.

Wenn Sie aber beispielsweise 3 € auf einen Betrag von 300 € entrichten, dann hat die Bank einen Ertrag in Höhe von 1 %. Dafür muss sie Bargeld im Automaten bereitstellen. Die Bereitstellung allerdings bezieht sich allenfalls auf wenige Tage, da im Interbankenverkehr die Schulden des anderen Instituts wie beschrieben schnell ausgeglichen sind. Diese paar Tage bringen einen Zins von 1 %. Dies entspricht aber einer Gebühr von mehr als 50 % jährlich.

Kostenfrei abheben

Doch auch heute noch gibt es Banken, die darauf verzichten oder verzichten müssen. Es entspricht ihrem Geschäftsmodell. Aktuell bietet etwa die DKB an, dass Sie dort eine Kreditkarte verwenden können, mit der Sie das Geld auch im Ausland an Automaten kostenfrei abheben.

Dieses Modell ist unscheinbar, aber aufgrund der gesparten Gebühren von 50 % und mehr unschlagbar günstig. Die Bank hat es aktuell modiziert, wie Sie hier im Deutschen Wirtschaftsbrief per Klick selbst erfahren können. Es wird ab Dezember 2017 nur noch für Kunden gelten, bei denen der monatliche Eingangsbetrag bei 700 € liegen. Dies jedoch dürfte sich für die meisten von Ihnen lohnen. Falls nicht: sorgen Sie zumindest dafür, dass die Gebührenbelastung bei Banken möglichst gering bleibt. Die Zinsen für solche Gebühren sind wie vorgerechnet bezogen auf ein Jahr gigantisch hoch.

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

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