Warnung: Als Kunde dieser Bank haben Sie …. ./. 100 %

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Gehen Sie gerne zur Bank? Um sich in Geldanlagedingen beraten zu lassen? Ein gutes altes Stichwort in Deutschland lautet: „Trau, schau, wem“. Hätten Sie erwartet, von einer Sparkasse – wie es so schön heißt – in die Pfanne gehauen zu werden? Bei allem Respekt vor der Wirklichkeit: ich nicht. Bislang galten die Berater dort vielleicht als vorsichtig, als äußerst brav und natürlich auch als provisionsgetrieben. Aber dieser Fall schlägt dem Fass den Boden aus. Wenn Sie dies lesen, werden Sie dort keine Beratung mehr suchen.

Unfassbar: Zertifikate von einer Bank, die faktisch pleite ist

Stellen Sie sich vor, Sie gingen zur Bank und Ihr Gegenüber würde Ihnen zu bestimmten Zertifikaten mit „festen Zinsen“ anbieten. Statt 0,46 % wie bei 10jährigen Bundesanleihen immerhin 0,75 %. Feste Laufzeit 1 Jahr. Da würden sich viele Kunden freuen, denn Sie müssen ja nichts tun.

Leider hätte diese Beratung Sie sehr viel Geld gekostet. Das Zertifikat kam von der HSH Nordbank. Und die ist pleite. Jedenfalls beinahe. Sie gehört den Bundesländern Schleswig-Holstein und Hamburg, das aber rettet sie nicht. Die in Frage stehende Summe, die jetzt verloren werden könnte, beläuft sich übrigens auf – Achtung(!) – 5 Milliarden Euro. Das meiste davon tragen private Investoren.

Die Summe ist um ein Vielfaches höher als die Verluste, die Zertifikate der Lehman Brothers vor 10 Jahren Kunden brachten. Verkauft hier über die Sparkasse. Gut 200 Institute haben mitgemacht und verkauft.

Zweiter Fehler: Börsenhandel wäre besser

Anleihen von der HSH Nordbank hätten Kunden übrigens auch über die Börse kaufen können. Das hätte einen Zins in Höhe von 2 % gebracht, bei derselben Laufzeit. Natürlich wissen wir nicht, ob der ein oder andere Berater darauf aufmerksam gemacht hat. Insgesamt jedoch ist die Beratungsleistung unglaublich enttäuschend.

Um zu retten, was noch zu retten ist, sollten Investoren das Zertifikat über die Börse verkaufen. Es wird gegenüber dem Einstandspreis zwar Kursverluste geben, aber Sie retten als Anleger immerhin noch einen Teil Ihres Geldes. Dies raten wir bei ähnlichen Zertifikaten sowie bei vielen zweifelhaften Anleihen und sogar Fonds im Deutschen Wirtschaftsbrief stets.

Hier noch einmal klipp und klar: Sie müssen sich nicht von Banken beraten lassen. Die Beratung kostet mehr (Provisionen) und ist schlechter. Oder ganz schlecht, wie in diesem Fall. Wir laden Sie ein, sich wöchentlich immer wieder neu warnen und beraten zu lassen. Vier Wochen lang zum einfachen Test sogar kostenfrei. Sie sind herzlich eingeladen.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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