Nach der US-Wahl…

© forestpath / Fotolia.com

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… reagierte die Welt zunächst geschockt. Die Finanzmärkte brachen ein, der Dax gab um fast 3 % nach. Vor allem die Aktie der Deutschen Bank ist gefallen und sank dabei um mehr als 4 %. Allerdings bleibt der ganz große Einbruch derzeit aus. Nichts anderes war trotz der Wahlüberraschung zu erwarten.

Langfristig dürfte es besser sein, diese Wahlen ebenso wie den Brexit aus Großbritannien im Sommer einfach weitgehend zu ignorieren und sich vielmehr gelassen Unternehmen zu widmen, die unter den Folgen einer solchen Wahl nicht allzu sehr leiden. Ebenso so, wie wir es im „Dr. Liemen Depot-Brief“ wieder gemacht haben. Panik ist, wie gestern schon gesagt, der falsche Ratgeber.

Dollar verliert

In einer ersten Reaktion allerdings gab der Dollar kräftig nach und setzte um 3 Cent gegenüber dem Euro zurück. Die Finanzmärkte und insbesondere die Devisenhändler haben Angst, dass die US-Wirtschaft zusammenbricht oder zumindest um 0,5 % bis 0,8 %-Punkte gegenüber den derzeit gültigen Schätzungen nachgibt.

Grund dafür ist, dass Trump angekündigt hat, die heimische Wirtschaft schützen zu wollen. Das heißt im  Endeffekt, dass die Zölle auf ausländische Waren steigen können und umgekehrt Wirtschaftspartner im Ausland selbst mit neuen Vorschriften operieren könnten. Die US-Wirtschaft hätte somit Probleme, sich am Weltmarkt zu behaupten.

Das ist allerdings schon sehr weit gedacht. Die Ankündigungen von Trump sind das Eine, die Realität das Andere. Der gesamte Regierungsapparat besteht auch nach der Amtseinführung am 20. Januar aus mehr als 2.000 Beamten. Viele davon werden versuchen, die bisherige Wirtschaftspolitik so gut als möglich fortzusetzen. Tatsächlich kann Trump kein Interesse daran haben, die heimische Wirtschaft zu schwächen.

Flucht aus den USA?

Die Meldungen aus den USA klangen bereits während der Nacht beunruhigend: Die kanadische Botschaft sei, wohl wegen der hohen Anzahl an Ausreisewilligen bei einem Trump-Sieg, überlastet. Flüchten jetzt die Menschen aus den USA? Flüchten Unternehmen, wie sie es bereits nach dem Brexit-Entscheid in Großbritannien machten?

Erinnern wir uns zurück: Auch in Großbritannien sprachen die Medien von einer Massenflucht. Die hat bis heute nicht eingesetzt. Warum auch? Warum sollten Finanzunternehmen die Insel in großem Stil verlassen? Tatsächlich passiert wenig. Dasselbe könnte auch in den USA passieren: Die Massenflucht wird ausbleiben. Warten Sie einfach ab und lassen sich nicht von den hysterischen Berichten zur Wahl in die Irre führen.

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

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