Kurze Atempause nach der Euro-Krise

Dr. Erhard Liemen wendet sich an seine Leser des Dr. Liemen Depot-Briefs.

Liebe Anleger,

+++ Der Wirtschaftsrückgang fällt schwächer aus als erwartet +++ Deutliche Kursgewinne in China dürften auch Europa und die US-Börsen freundlich stimmen +++ Der Januar könnte sich für Sie als überraschend guter Börsenmonat erweisen +++

Lesen Sie hier, wie ich zu dieser Einschätzung komme:

Der Rundumschlag der Rating-Agentur Standard & Poor’s gegen neun Länder der Euro-Zone hat die Aktienmärkte wenig beeindruckt. Die Herabstufung war erwartet worden. Auch die schlechteren Noten für den europäischen Rettungsschirm EFSF dürften ignoriert werden.

Fest steht allerdings auch, dass die Zitterpartie an den Anleihemärkten anhält – und das, obwohl Italien und Spanien in der Vorwoche die Auktion von Staatsanleihen erstaunlich gut gelungen ist. Weitere Auktionen sind noch zu bewältigen.

Ein Risikofaktor bleibt die Lage in Griechenland. Am Freitag sind die Verhandlungen mit privaten Gläubigern über einen Schuldenerlass gescheitert. Ohne freiwillige Umstrukturierung fehlt die bisherige Planungsgrundlage für das nächste Rettungspaket. Die Atempause in der Euro-Krise könnte deshalb nur von kurzer Dauer sein.

In der Euro-Krise bleibt Griechenland Risikofaktor Nummer 1.

In der Euro-Krise bleibt Griechenland Risikofaktor Nummer 1.

Derzeitige Performance seit dem Start der Depots im Dr. Liemen Depot-Brief:
Basis-Depot: + 52,46 %
Chancen-Depot: + 31,38 %

Im Basis-Depot sind Unternehmen enthalten, die etwa in Sachen Marktkapitalisierung und Bonität einen Spitzenplatz einnehmen. Damit ist auch die Schwankungsanfälligkeit bei den Kursen relativ gering. Bei diesen Werten können Sie größere Summen anlegen. Die Gewichtung einzelner Aktien im Basis-Depot kann durchaus bis zu 10 % betragen.

Das Chancen-Depot enthält schwankungsanfälligere Wertpapiere, die Sie deshalb auch nur in kleineren Stückzahlen oder limitiert ordern sollten. Die Gewichtung einzelner Positionen in Ihrem Depot sollte 5 % nicht überschreiten. Aktuelles zu zwei meiner Depot-Werte:

Die neue Zielvorgabe bei Nestlé lautet, in sieben oder acht Jahren mehr als 50 % des Umsatzes in den Schwellenländern zu erwirtschaften. Wie der Vorstand in einem Interview bekräftigte, soll dabei die Marge kontinuierlich steigen. Um Preissteigerungen in Grenzen zu halten, beschäftigt Nestlé über 1.000 Agronomen, die Farmer beraten, wie sie die Produktivität steigern und die Produktion nachhaltig gestalten können. Rund 600.000 Bauern beliefern die weltweiten Fabriken von Nestlé direkt, mit über 1 Mio. weiteren Landwirten bestehen Kooperationsabkommen. Aktionäre sollten weiterhin mit einer stabilen und berechenbaren Dividendenpolitik rechnen können. Es wird erwartet, dass Nestlé die Dividende auf 3,20 SFr. erhöht. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 scheint die Aktie noch nicht überteuert.

Niedrigere IT-Ausgaben in Betrieben und Behörden dämpfen die Gewinnerwartungen bei Bechtle. Das gilt für andere Länder jedoch mehr als in Deutschland, wo Bechtle ca. zwei Drittel seines Umsatzes erzielt. Zudem ist es dem IT-Dienstleister bisher immer gelungen, seine wichtigsten Wettbewerber zu übertreffen. Bechtle hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, den aktuellen Umsatz von ca. 2 Mrd. bis 2020 auf 5 Mrd. € zu erhöhen. Auch wenn im laufenden Jahr Abstriche zu machen sind, bleibt Bechtle eine aussichtsreiche Wachstumsaktie. Analysten gehen weiterhin von einem Kursziel von 37 € aus. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 8 eher niedrig, die Dividendenrendite von 3,58 % ist attraktiv. Ich lasse Bechtle deshalb auf „kaufen“. Setzen Sie aber eine Stopp-Loss-Marke bei etwa 22 €.

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Bildquelle: © Stefan Merkle – Fotolia.com

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