Insolvenz: Legen Sie hier kein Geld an

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Der Deutsche Wirtschaftsbrief warnt sprichwörtlich seit Jahr und Tag vor dubiosen und riskanten Geldanlagen. Darunter sind viele geschlossene Fonds, Telefonanbieter, KleinstAGs, aber auch Mittelstandsanleihen. Leider werden viele private Investoren erneut auf Geld verzichten müssen und dies verlieren. Der nächste Fall zeigt, warum die Warnungen im Deutschen Wirtschaftsbrief so wichtig sind.

Insolvenzverfahren bei René Lazard

Das Unternehmen René Lazard bemüht sich darum, ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchführen zu dürfen. Das heißt, die Firma ist faktisch annähernd pleite oder zumindest zahlungsunfähig. Viele Investoren haben dem Unternehmen Geld per Anleihe geliehen. Sie werden jetzt warten müssen und nur noch einen Bruchteil des ursprünglich eingesetzten Kapitals erhalten.

Dabei geht es um eine Mittelstandsanleihe über 15 Millionen Euro. Der Kurs für diese Anleihe, bei der die Höhe der Rückzahlung vollkommen ungewiss ist, liegt bei gut 10 % des tatsächlichen Rückzahlungsbetrags. Das ist verschwindend gering. Stellen Sie sich vor, Sie hätten beispielsweise 5.000 Euro investiert. Neben ausstehenden Zinszahlungen müssten Sie Ihre Anleihe am Markt für ungefähr 500 Euro verkaufen und damit auf 4.500 Euro des eingesetzten Kapitals verzichten.

Die Sanierung läuft extrem schleppend, da zuletzt auch ein größerer Investor offenbar nicht bereit war, dem Unternehmen entgegenzukommen und auf einen beträchtlichen Teil seiner Forderungen zu verzichten. Damit könnte es schwierig werden, das Unternehmen nachhaltig zu sanieren.

Mittelstandsanleihen allgemein riskant

Wer solche Anleihen hat, muss sich also auf einen Verlust einstellen, der nahezu einem Totalverlust entspricht. Ich hoffe, Sie sind nicht betroffen. Ein ähnliches Schicksal dürften nach unserer Meinung im Deutschen Wirtschaftsbrief zahlreiche Anleihen und ihre Gläubiger erfahren. Viele der sogenannten Mittelstandsanleihen laufen bald aus, die Rückzahlung wird also fällig.

Je größer das Risiko, dass die Rückzahlung nicht gelingt, desto stärker wird der jeweilige Börsenkurs nach unten sacken. Das heißt für Sie, dass Sie im Zweifel die Reißleine ziehen sollten. Je schneller Sie aus diesen Anleihen aussteigen können, desto besser dürfte es für Ihr Portfolio sein.

Zudem raten wir im Deutschen Wirtschaftsbrief, den Sie hier einfach direkt herunterladen können, dringend davon ab, in das neue Mittelstandssegment der Börsen zu investieren. Steigen die Zinsen in der Euro-Zone, dann wird das Risiko solcher Investitionen noch einmal größer.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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