Gold: Kennen Sie diese Fakten?

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Die Zinsen werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben. Es ist traurig, aber nicht zu ändern. Es gibt kein Bankkonto und kein seriöses Bankangebot, das Ihnen helfen wird. Deshalb steigt bei uns im Deutschen Wirtschaftsbrief die Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten in Gold. Wenn die Währung schwach ist, so die Überlegung, dann müsste Gold stark werden. Das ist richtig, nur dürfen Sie einen Aspekt unter keinen Umständen übersehen.

Gold: Die Gebühren sind entscheidend

Der Goldpreis wird mittel- und langfristig mit hoher Sicherheit steigen. Denn Gold ist auch in den Augen der meisten Zentralbanken die Versicherung für eigene Geld- und Währungsbestände. Zentralbanken machen mit ihren Aktionen letztlich den Preis. Daher kann niemand genau wissen, wann der Goldpreis steigen wird.

Wenn Sie sich als privater Investor an diesen Trend hängen wollen, dann ist das verständlich. Die große Falle, vor der unsere Redaktion jedoch warnt, sind die Ankauf- und Verkaufskosten. Die werden im sogenannten „Spread“ ausgedrückt. Dies ist der Unterschied zwischen den beiden Kostenkomponenten und kann schnell 4 %, 5 % und noch deutlich mehr ausmachen.

Bei Silberprodukten ist der „Spread“ sogar oftmals deutlich höher. Hier zahlen Sie als Käufer sogar die Mehrwertsteuer obendrauf, also 7 % für Münzbarren und Silbermünzen, 19 % bei den Silberbarren. Diese Steuer erstattet beim Verkauf niemand mehr, sodass sich die Differenz zwischen an- und Verkaufskursen erheblich erhöht. Gold kennt (noch) keine solche Mehrwertsteuer, die eigentlich Umsatzsteuer heißen müsste.

Spread beachten

Wenn aber der „Spread“ beispielsweise 5 % Ihres Anlagevolumens ausmacht, dann sind dies viel größere Verluste als durch Niedrigzinsen. Deshalb gibt es beim Goldkauf gegen die Niedrigzinsen aus Sicht des Deutschen Wirtschaftsbriefs nur zwei Strategien, die Sie dringend beachten sollten:

  1. Halten Sie Goldbestände möglichst lang. Wir betrachten Gold ohnehin nicht als „Trading“-Position. Die Kosten verteilen sich allerdings auf die Zeit der Lagerhaltung, also wirken sie sich nicht mehr so stark auf die jährliche Rendite aus. Gold ist in vielen privaten Depots sogar eine „Lebensaufgabe“.
  2. Beobachten Sie zudem den Handel. Online-Händler sind oft günstiger als etwa Juweliere vor Ort, gerade bezogen auf den „Spread“. Wenn Sie noch Zeit haben, dann beobachten Sie auch die Preisentwicklung bei den Online-Händlern. Der „Spread“ ändert sich oft vergleichsweise schnell. Mit wenigen Wochen Beobachtungszeit werden Sie ein gutes Gefühl für den richtigen Einstiegszeitpunkt entwickeln. Zudem können Sie sich auf unsere Empfehlungen im Deutschen Wirtschaftsbrief verlassen. Hier erfahren Sie – vier Wochen lang zur Probe sogar kostenfrei -, wann der richtige Einstiegszeitpunkt ist.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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