Gigantischer Raub an Ihrem Vermögen?

© Kristina Afanasyeva / Fotolia.com

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Kurz vor dem Jahresende wird mal wieder das Thema Gold für uns alle wichtig. Dabei geht es nicht nur um Gold, das Sie eventuell besitzen oder möglicherweise kaufen wollen, sondern auch um Gold, das uns allen gehören sollte. Das Gold der Bundesbank, das möglicherweise nicht mehr dort ist, wo es sein sollte.

Ein wahrer Krimi

Eine „Deutsche Edelmetall-Gesellschaft“ hat bereits vor Jahren eine Initiative gestartet, wonach wir unser Gold „heimholen“ sollten. Vieles davon liegt in den Tresoren in New York, Paris und London. Es bestehen Zweifel daran, ob dieses Gold tatsächlich vorhanden ist, deshalb möchte die Initiative die Bestände wieder bei uns haben.

Die Meldungen sind widersprüchlich. Die Deutsche Bundesbank verweist derzeit darauf, dass sie sehr schnell ist und bis 2020 mehr als die Hälfte des Goldes nach Deutschland zurückgeholt haben möchte. Immerhin würde der Bestandin Deutschland schon 42 % des Gesamtbestandes ausgemacht haben – Ende 2015. Die Bundesbank liegt nach eigenen Angaben im Zielkorridor.

Die Edelmetall-Gesellschaft sieht dies anders. Im Januar 2017 werden die nächsten Zahlen veröffentlicht. Sie rechnet damit, dass die 2016 zurückgeholten Mengen deutlich geringer ausfallen werden als erwartet. Insgesamt sei die Rückholaktion zu wenig ambitioniert. Denn wenn 2015 bereits 1.386 Tonnen Gold in den Tresoren der Bundesbank gelegen haben, dann fehlten bis 2020 nur noch 250 Tonnen.

Das ganze Gold nach Hause holen

Der Verein forderte jüngst die Bundesbank auf, das ganze Gold nach Hause zu holen. Etwa 100 %, und zwar zeitnah. Zudem sei es – endlich – erforderlich, alle Goldbarren in einer nachprüfbaren Barrenliste zu registrieren und die Liste zu veröffentlichen. Genau dies sei bislang noch nicht der Fall.

Mit anderen Worten: Als Bürger dieses Staates und damit „Eigentümer“ des Goldes können wir nicht wissen, ob das gelieferte Gold tatsächlich einen hohen Anteil des gesamten Goldes ausmacht oder nicht. Die Rückholaktion 2016 und in den kommenden Jahren wird nur einen zusätzlichen Bruchteil nach Deutschland bringen.

Die Frage, ob wir tatsächlich über unser Gold verfügen, bleibt deshalb weitgehend offen. Privat können Sie sich nach den Empfehlungen des Deutschen Wirtschaftsbriefs hingegen mit Gold absichern. Die Bestände der „ETFs“, also der Fonds, die Gold halten sollen, sind zwar wochenlang geringer geworden. Dies kann auf eine Verkaufswelle schließen. Dennoch sollten Sie sich keine Sorgen machen. Maßgeblich ist weiterhin das Verhalten der Zentralbanken.

Der Deutsche Wirtschaftsbrief empfiehlt Ihnen hier ganz genau, etwa 10 % bis 15 % des Vermögens im Zweifel in Gold zu halten.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

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