Fonds: Bei Neuinvestitionen jetzt mehr Überblick

Bei allen Neuinvestitionen in Fonds können Sie sich ab sofort leichter sachkundig machen. Denn mittlerweile erhalten Sie vor der Zeichnung ein Produktblatt, das in standardisierter Form die wichtigsten Infos liefert. Es muss die Ziele und Anlagepolitik sowie das Risiko- und Ertragsprofil der Investmentfodns beschreiben. Auch Kosten und die frühere Wertentwicklung sind darzulegen. So können Sie Fonds besser vergleichen.

Die neuen Produktinformationsblätter bei deutschen Fonds im Detail

Mehr Überblick bei der Investition in Fonds dank der neuen Produktinformationsblätter.

Mehr Überblick bei der Investition in Fonds dank der neuen Produktinformationsblätter.

Seit Juli müssen Investmentfirmen jeden deutschen Fonds mit den wesentlichen Anlegerinformationen ausstatten. Mit diesem Vorgehen setzt Deutschland sowohl eine  EU-Richtlinie um als auch zugleich das Anlegerschutzgesetz, das ein Produktinformationsblatt verlangt. Es wird auch Key Investor Information Document genannt, kurz KIID.

Das Papier löst den vereinfachten Verkaufsprospekt ab. Bis Sommer 2012 müssen alle EU-Länder nachziehen. Auch Luxemburg, wo viele in Deutschland angebotene Fonds aufgelegt sind, wird ab Juli dabei sein.

Die Eckpunkte des Produktinformationsblatts bei Fonds

Im Kern verlangt das Produktinformationsblatt, dass Fondsanbieter  ihre Produkte auf maximal zwei DIN-A4-Seiten gut verständlich erklären. Auf drei Seiten darf bei komplexe Varianten ausgewichen werden.

Die anlegerinformation unterteilt sichin fünf Kategorien:

  • Ziele und Anlagepolitik
  • Risiko- und Ertragsprofil
  • Kosten
  • frühere Wertentwicklung
  • sowie praktische Informationen

Über Gebührenanpassungen und wesentliche Änderungen der Anlagepolitik müssen Sie informiert werden. Die Fonds sind verpflichtet, in ihren Jahresberichten die Transaktionskosten der Fondsverwaltung offenzulegen. Erfolgsabhängige Managementgebühren  sollen von der Finanzaufsicht vorab geprüft werden.

Intransparente Kostenerhöhungen sollen so verhindert werden. Wenn das funktioniert, wäre es zu begrüßen. Zudem wird eine Schichtungsstelle eingerichtet, bei der sich Anleger über Fonds beschweren können. Sobald die Stelle ihre Arbeit aufnimmt, erhalten Leser von Dr. Erhard Liemen sofort die entsprechende Anschrift.

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