Dr. Liemens Einschätzung für Geldanlage im Anlagejahr 2011

Bleiben wir realisitisch: Im schwierigen Anlagejahr 2011 dürften auch Dr. Liemens LesernVerluste nicht erspart geblieben sein. Der erfahrene Chefredakteur ist zwar Experte auf seinem Gebiet. Der Macht der Finanzmärkte kann aber auch er nicht so spontan standhalten.

Trotzdem fühlten sich seine Leser bei ihm gut aufgehoben. Verluste konnten so gering wie möglich gehalten werden und Dr. Liemen nahm Ihnen die Panik.

Zum Thema Geldanlage lesen Sie hier seine 3 aktuellsten Tipps und Warnungen: 

Dr. Liemen rät:  Lassen Sie Ihr Depot bei einer Bank führen, verrechnet diese automatisch Verluste mit Gewinnen. Zudem: Bleibt unter dem Strich ein Verlust, geht dieser nicht verloren, sondern wird in das Jahr 2012 vorgetragen.

Achtung: Haben Sie bei einem Kreditinstitut Verluste und bei einem anderen Gewinne, heißt es, aktiv zu werden. Dann sollten Sie bei Ihrer Verlustbank bis zum 15. Dezember 2011 eine Verlustbescheinigung beantragen. Nur dann können Sie den Ausgleich über die Steuererklärung für 2011 beantragen.

Bei Aktien sollten Sie auch weiterhin mit einer hohen Schwankungsanfälligkeit rechnen

Das Anlagejahr 2011 - Gründe zum Feiern gibt es wenige.

Das Anlagejahr 2011 - Gründe zum Feiern gibt es wenige.

Die Eskalation der Schuldenkrise hat Europas Börsen fest im Griff. Auch aus den USA droht Ungemach. Denn für das US-Schuldendilemma zeichnet sich ebenfalls keine Lösung ab. Damit aber noch nicht genug: Schwappt die Schuldenkrise auf die Realwirtschaft über, ist eine Rezession nicht auszuschließen.

Vielen Anlegern dürfte deshalb gegenwärtig der Mut fehlen, bereits wieder Geld in Aktien zu investieren. Das ist durchaus verständlich. Dr. Liemen erinnert aber daran, dass AnlegerKauflimits für sich nutzen können.

Sein konkreter Tipp exklusiv für Sie: Beauftragen Sie Ihre Bank, Aktien erst dann zu kaufen, wenn ein besonders niedriger Kurs erreicht wird. Vielleicht gelingt es Ihnen auf diese Weise, die Aktien Ihrer Wahl ausgesprochen günstig einzukaufen. Falls ja, sind Sie bestens positioniert, wenn es an den Börsen wieder aufwärts geht.

Ein Warnhinweis-Beispiel von Dr. Erhard Liemen: Mit Raten ab 30 € monatlich wirbt Venture plus für den Erwerb von Firmenbeteiligungen

Dazu schrieb dem erfahrenen Chefredakteur einer seiner Leser, der seinen Rat wollte: „Das Kapital der Anlegergemeinschaft wird nach einem Ethik-Index investiert. Dazu gehört absolute Schuldenfreiheit, also keinerlei Bankverbindlichkeiten. Gewinne werden ausgeschüttet. Liquiditätsreserven können bis zu 90 % in Gold angelegt werden.“ Nach Dr. Liemens Einschätzung wirkt dies alles ziemlich dubios.

Auf das Schreiben eines Lesers des Deutschen Wirtschaftsbriefs hin schaute Dr. Liemen sich den Internet-Auftritt der Firma an. Das Ergebnis nach Meinung des Chefredakteurs:  Kaum Fakten, aber viel heiße Luft. Die Laufzeit des Fonds, der dem Interessenten schmackhaft gemacht wurde, endet erst mit dem Jahr 2038. Nach zehn Jahren soll ein Sonderkündigungsrecht greifen. Ratenzahlungen laufen mindestens fünf Jahre. Beides ist extrem lang und äußerst ungewöhnlich.

Dr Liemens Fazit: „Eine Beteiligung dieser Art dürfte an Unsicherheit und Unflexibilität kaum noch zu übertreffen sein. Die Initiatoren können mit dem Geld machen, was sie wollen. Ethisch einwandfrei erscheint mir das nicht.“

Bilderquelle: © Peter Atkins – Fotolia.com

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