Dividenden-Fonds: Schon im Depot?

Dividenden-Fonds sind eine gute Alternative zum reinen Investment in substanzstarke Aktien mit guten Perspektiven. Lesen Sie hier, welche Möglichekten es bei Dividenden-Fonds für Sie gibt.

Dividenden machen ein Drittel der Aktienrendite aus

Die Dividenden sollten der eigentliche Grund für einen Aktienkauf sein. Denn sie machen langfristig rund ein Drittel der Aktienrendite aus. Zudem ist die Kursentwicklung viel schwieriger zu prognostizieren als die (meist deutlich stetigere) Dividendenausschüttung.

Dividenden-Stärke als wichtige Eigenschaft 

Betrachten wir das Jahr 2012. Allein die 30 Dax-Unternehmen schütten für das abgelaufene Geschäftsjahr rund 27,5 Mrd. € an die Aktionäre aus. Dividendenstarke Titel gehören seit jeher auch zu Dr. Liemens Favoriten. Allerdings müssen Sie genau hinsehen. Denn die entscheidende Kennzahl – die Dividendenrendite – ist allein noch kein Erfolgsgarant für das entsprechende Aktien-Investment.

Wie Sie die Dividendenrendite errechnen und was diese Zahl aussagt

Die Dividendenrendite ist eine ausgesprochen einfach zu ermittelnde Kennzahl. Dazu nehmen Sie einfach die Höhe der Dividende und teilen sie durch den aktuellen Aktienkurs. Das Ergebnis multiplizieren Sie mit 100 %.

Im Prinzip gilt hier (ähnlich wie bei Bankzinsen): Je höher der Prozentsatz, desto besser. Diese pauschale Aussage muss angesichts zweier Aspekte allerdings etwas abgeschwächt werden:

Dividendenfonds - eine sichere Alternative für Sie!

Dividendenfonds - eine sichere Alternative für Sie!

  • Nicht nur eine hohe Ausschüttung wirkt sich positiv auf die Dividendenrendite aus, sondern auch ein niedriger Kurs. Somit haben häufig ausgerechnet diejenigen Unternehmen eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, die massive Kursverluste erlitten haben.
  • Im langjährigen Durchschnitt betrug die Dividendenrendite bei Dax-Aktien rund 2,5 %. Das mag Ihnen wenig erscheinen. Bedenken Sie aber, dass ein Unternehmen üblicherweisenicht seine gesamten Gewinne an die Aktionäre ausschüttet, sondern nur einen Teil davon. Der andere Teil wird wieder in den Betrieb investiert. Zumindest sollte das vom Grundsatz her so sein. Es gibt jedoch Unternehmen, die ihren gesamten Gewinn ausschütten, nur um die Aktionäre bei Laune zu halten. Für notwendige Neuinvestitionen fehlt dann das Geld. Ein Beispiel dafür ist die Deutsche Telekom.

Folglich sollten Sie Ihre Aktienauswahl nie allein aufgrund der Dividendenrendite treffen, sondern auch auf andere Kennzahlen schauen, beispielsweise auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Nur wenn auch diese anderen Kennzahlen für ein substanzhaltiges Unternehmen sprechen, ist ein Investment in die betreffende Aktie ratsam.

Dividenden-Fonds: Passives oder aktives Management?

Regelmäßig gibt Dr. Erhard Liemen seinen Lesern im Deutschen Wirtschaftsbrief Empfehlungen zu substanzhaltigen Aktien mit guten Zukunftsperspektiven. Häufig sind das Unternehmen, die eine sehr zufriedenstellende Dividende aufweisen.

Die Leser, die seinen Empfehlungen gefolgt sind, können sich je nach Haltedauer über zwei- bis dreistellige Gewinnquoten freuen (Aktienkursentwicklung plus Dividende). Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, in Dividenden-Fonds zu investieren. Hier übernimmt es das Fondsmanagement, die dividendenstärksten Titel auszuwählen.

Unterscheiden müssen Sie hier zwischen zwei verschiedenen Fondstypen:

  • ETFs (Exchange Traded Funds) auf einen Dividendenindex sind passiv gemanagte, börsengehandelte Fonds. Sie bilden einen Dividendenindex originalgetreu ab, zum Beispiel den DivDax (die 15 dividendenstärksten Aktien aus dem Dax) oder den EuroStoxx Select Dividend (die 30 dividendenstärksten Aktien aus der Euro-Zone).
  • Aktiv gemanagte Dividendenfonds sind Fonds, bei denen ein Fondsmanager die Aktienauswahl vornimmt. Er kann somit von vornherein Titel meiden, die zwar eine hohe Dividendenrendite aufweisen, aber wegen Kursverlusten oder fehlenden Investitionen keine gutenAussichten bieten.
Bilderquelle: © Benicce – Fotolia.com

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