Das Gold und die Krise

Gold ist bei den Lesern von Dr. Erhard Liemen im Moment ein heißes Thema. Die letzten Wochen und Tage häufen sich bei dem erfahrenen Chefredakteur die Fragen nach dem Potential des  aktuellen Goldpreises. Hier einige Einschätzungen von ihm zum Thema Gold.

Wie viel Potenzial birgt der Goldpreis?

Wie viel Potenzial birgt der Goldpreis?

So berichtet Dr. Liemen seinen Lesern: Die diesbezüglichen Studien und Ausblicke der verschiedenen Institute fallen höchst unterschiedlich aus: In den optimistischen wird ein 12-Monats-Preisziel für Gold im Bereich von 1.900 bis 2.000 Dollar erwartet. Das Mittelfeld geht von etwa 1.600 Dollar aus. Skeptiker erwarten lediglich 1.300 Dollar pro Unze.

 

Solange die weltweite Schuldenkrise anhält, dürften sich die Kaufgründe für Gold kaum abschwächen. Ich erinnere Sie aber daran, dass Finanzprofis beim Gold dazu übergegangen sind, Kasse zu machen. George Soros und Kollegen sind der Ansicht, an der Goldpreis-Rallye genug verdient zu haben.

Run auf Gold löst stärkere Nachfrage nach Bankschließfächern aus

Für Sie kurz zur Info: Viele Kreditinstitute bieten diesen Service an. Die meisten haben noch Fächer frei. Einige vermieten nur an eigene Kunden. Kulant sollen sich örtliche Volksbanken und Sparkassen zeigen. Außer den Schließfächern braucht man dort keine weiteren Dienste zu beanspruchen, so „Finanztest“

Wenn Sie ein Schließfach anmieten wollen, müssen Sie sich wie bei einer Kontoeröffnung legitimieren. Was Sie im Safe deponieren, ist allein Ihre Sache. Fragen Sie aber immer nach dem Versicherungsschutz. Falls kein Schutz im Mietpreis enthalten ist, können Sie eine entsprechende Versicherung abschließen. Bargeld kann allerdings meist nicht versichert werden.

Die Preise für Schließfächer sind unterschiedlich. Je größer die Safes sind, desto mehr müssen Sie zahlen. Auch auf die Mietdauer kommt es an. Die Jahresmiete für kleine Fächer liegt zwischen 20 und 65 €. Dass Sie einen Safe gemietet haben, wird den Finanzbehörden von den Banken übrigens nicht gemeldet. Verstirbt aber ein Schließfach-Inhaber, wird der Fiskus darüber informiert.

Die aktuell angebotene 5-%-Gold-Zinsanleihe von Morgan Stanley ist auf keinen Fall attraktiv

Wer als Zeichner glaubt, von einem steigenden Goldpreis zu profitieren, liegt bei näherer Betrachtung schief. Während der 4-jährigen Laufzeit der Anleihe zahlt das Investmenthaus einen festen Zinssatz von 5 % pro Jahr. Über die Rückzahlung bei Laufzeitende entscheidet, wie sich der Goldpreis zwischenzeitlich entwickelt hat. Ist die Barriere im Bereich von 40 % nie berührt worden, wird bei Fälligkeit der Nominalwert ausgezahlt. Bei Verletzung der Barriere erfolgt die Rückzahlung dagegen in Abhängigkeit vom Goldpreis.

Sollte der Preis weiter steigen, haben die Zeichner davon nichts. Wenn er sinkt, tragen sie das Risiko. Zudem handelt es sich um eine normale Anleihe, die in keiner Weise durch physisches Gold unterlegt ist. Nicht zu vergessen ist das Agio von 1,5 %. Von der Anleihe mit der ISIN DE000MSOKCL5 rate ich ab.

Bilderquelle: ©  Dmitry Koksharov- Fotolia.com

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