Barauszahlung großer Geldbeträge wird von Schweizer Banken verweigert

Die Barauszahlung großer Beträge soll für Ausländer verhindert werden, um die Geldströme nachvollziehen zu können. Damit soll auch sichergestellt werden, dass die Abgeltungssteuer nicht umgangen werden kann. Gleichzeitig wird die angeblich gestiegene Bürokratie zum Anlass genommen, Kleinsparer zu schröpfen.

Wer als Ausländer eine Barauszahlung großer Beträge vornehmen möchte, wolle sie vor den Steuerbehörden verstecken, so die Zürcher Kantonalbank. Von der Credit Suisse ist zu hören, dass man Wert darauf lege, den Weg des Geldes nachverfolgen zu können.

Mit Verweigerung der Barauszahlung soll Flucht aus Abgeltungsteuer verhindert werden

Die Schweizer Banken sind vom Saulus zum Paulus geworden, was einen erstaunlichen Sinneswandel darstellt. Durch die Bargeldverweigerung wird sichergestellt, dass es aus der Abgeltungsteuer kein Entkommen gibt. Die UBS hat wegen der erhöhten „Bürokratie“ eine Gebühr eingeführt, um deutsche Kleinsparer abzuzocken. Bei Konten unter 50.000 sfr. wird eine monatliche Gebühr von 30 € erhoben. Ohne auch nur einen Finger krumm zu machen, streicht man mit dieser neuen Idee pro Jahr 360 € vom Guthaben ein.

Neben der problematischen Barauszahlung lauern bei der Schwarzgeldanlage weitere Risiken

Wer Geld vor dem deutschen Fiskus in der Schweiz versteckt hat, wird gerupft wie eine Weihnachtsgans. Auf die Risiken von Schwarzgeldanlagen in der Schweiz weist Dr. Erhard Liemen schon seit Jahren immer wieder hin. Betroffene, die diese Warnungen in den Wind geschlagen haben, stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand.

(Der Deutsche Wirtschaftsbrief 13/2011)

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