Bankenärger wird immer größer

© Jacek Michiej / Fotolia.com

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In diesen Tagen ärgern sich immer mehr Bankkunden über die Gebühren- und Zinspolitik der Banken. Heute morgen gab der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Banken im sogenannten Frühstücksfernsehen der öffentlich-rechtlichen Anstalten bekannt, dass die Zinsen wohl auf Jahre niedrig bleiben werden. Damit werden die Banken auch ihre Kosten in Form hoher Gebühren künftig an Sie weiterreichen.

Online-Banking immer teurer

Auch das sogenannte Online-Banking wird immer teurer. Die Gebühren sind zwar niedriger als bei Ihrer Hausbank vor Ort. Dennoch plant jetzt die DKB als bislang wohl erste Onlinebank, Gebühren in Rechnung zu stellen. Wer weniger als 700 Euro monatlichen Zahlungseingang auf dem Konto hat, kann nicht wie bisher weltweit mit seiner Kreditkarte an Automaten Geld abheben, ohne dafür zu zahlen.

Sogenannte Aktivkunden indes, die diesen Zahlungseingang nachweisen können, sollen nicht für die Nutzung ihrer Kreditkarte zahlen. Auch andere Banken schlagen diesen Weg im Online-Banking zunehmend ein. Die Preislisten zeigen über Begriffe wie „Komfort-Kunden“ etc., dass zwischen guten und schlechten Kunden unterschieden wird.

Ausweichmöglichkeit: Onlinekonto bei Filialbanken

Immerhin: Wer bei einer der herkömmlichen Filialbanken ein Konto hat, kann zusätzlich ein Online-Konto einrichten und wird damit in der Regel günstiger fahren als bei der Bank vor Ort. Wer sich bei seiner Bank noch immer nicht gut aufgehoben fühlt, kann immerhin schnell und günstig wechseln.

Seit dem 18. September müssen die Banken ihren Kunden einen Wechsel des Bankkontos binnen zwölf Tagen einrichten. Die abgebende Bank ist zudem verpflichtet, Ihnen als Kunde das Gros der Formalitäten wie die Umstellung bisheriger Abbuchungsvereinbarungen abzunehmen. Bei einem solchen Wechsel können Sie einfach und schnell Geld sparen.

Viele regionale Banken, so zum Beispiel die PSD Bank, sind vergleichsweise günstiger als die großen Banken oder bieten Ihnen für die Sparkonten mehr Zinsen als die bisherige Bank. Ein Entscheidungskriterium könnte für Sie zudem die Anzahl an Geldautomaten sein, die Ihnen kostenfrei zur Verfügung stehen.

Die größte Anzahl an Automaten stellt die Sparkasse bereit: 25.000 Automaten sind bundesweit verfügbar. Die Volks- und Raiffeisenbanken haben immerhin ein Netz von mehr als 19.000 Automaten. Schließlich könnten Sie als Kunde der Commerzbank, der Deutschen Bank oder der HypoVereinsbank auf die Automaten dieses Verbundes zugreifen, der sogenannten Cash-Group.

Ein letztes Kriterium für die Wahl der richtigen Bank könnten zudem die Möglichkeiten sein, Bargeld im Ausland abzuheben. Zahlreiche Banken wie die oben genannte DKB bieten die Möglichkeit, über Kreditkarten kostenfrei Geld zu bekommen. Neuerdings jedoch, und hier schließt sich der Kreis, suchen auch diese Banken für diesen Extra-Service nur noch gut betuchte Kunden. Auskunft gibt Ihnen die jeweilige (neue) Preisliste der Banken.

 

 

Mit den besten Grüßen

Ihr

Redaktionsteam „Wirtschaft-Vertraulich“

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