Vorsicht! Ein Anruf reicht für den Ruin…

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Immer wieder werden wir im „Deutschen Wirtschaftsbrief“ in der Redaktionssprechstunde oder per Mail mit schlimmen Praktiken und Angeboten konfrontiert. Überall versuchen Gauner, mit miesen Tricks Geld zu machen. Doch der inzwischen bekannte Fall, dass eine 80jährige Frau von ihrer Sparkasse einen Bausparvertrag erhielt, schlägt dem Fass mal wieder den Boden aus. Ganz sicher ist die Frau nicht „dumm“ und ganz sicher war die Sparkasse „dreist“. Das aber kann jeden Tag passieren. Wir warnen stets – und Sie können hier auch die verschiedensten Tricks und miesen Abzockmethoden ganz einfach selbst lesen (kostenfrei, einfach klicken, um zu erfahren, wie Sie sich sogar vor dem Staat schützen müssen).

Wenn jemand Ihnen ein Angebot unterbreitet….

Ein Angebot, das Sie vielleicht gar nicht selbst erwartet oder bestellt haben (etwa einen Vertrag wie den hier angebotenen Bausparvertrag), dann sollten Sie keinesfalls direk vor Ort unterschreiben. Es gibt kein Angebot aus der Finanzbranche, das nicht auch noch am nächsten Tag gelten würde. Sei es der Kauf einer Immobilie in einer Ferienwohnanlage, sei es der Bausparvertrag, der Kredit- oder der Sparvertrag.

Auch Versicherungsvertreter argumentieren immer wieder gerne damit, dass bestimmte Vorteile bald einfach verschwunden seien – mein Rat: niemals direkt unterschreiben. Auch, wenn Ihnen jemand für das Beratungsprotokoll vor Ort eine Unterschrift verlangt, sollten Sie nicht direkt unterschreiben. Sie müssen dies nicht. Nehmen Sie es mit und lassen es – bei größeren Angelegenheiten – einfach prüfen.

Zudem warnen wir davor, sich lediglich ein einziges Angebot vorlegen zu lassen. Praktisch jede Anlagemöglichkeit, jeder Versicherungsschutz und auch jeder Spar- oder Steuersparvertrag hat Alternativen. Wenn ein Berater keine Alternativen kennt -wechseln Sie den Berater.

Keine laufenden Verträge aufgeben…

Auch Berater jedoch wissen, dass Sie nur begrenzt Geld zur Verfügung haben oder ausgeben wollen. Dies umgehen sie, indem Ihnen empfohlen wird, bestehende Verträge zu kündigen. Etwa Lebensversicherungen, die aktuell ohnehin schlecht rentieren. Ich warne davor: Dies wird teuer. Denn das Kündigen selbst ist oft mit Stornokosten verbunden, die horrend sind.

Hier gilt: Lassen Sie sich nicht einfach aus alten Verträgen drängen. Wenn diese schlecht sind, wie es tatsächlich oft der Fall ist, dann kann Ihnen das auch ein anderer Berater bescheinigen. Es gilt: Holen Sie sich eine zweite Meinung ein. Auch unabhängige Empfehlungen und Kommentare, wie wir sie im Wirtschaftsbrief stets Woche für Woche publizieren. Wie etwa Warnungen vor Bausparverträgen, wie sie die 80jährige Dame jetzt – genötigt vom „Berater“ – unterschrieben hat.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: In den kommenden Wochen werden wir übrigens weitere Investitionen in Aktien vornehmen. Die Abgeltungsteuer bleibt uns erhalten – dies begünstigt Sie. Klicken Sie einfach hier.

 

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