Unglaublich: Wer 40 und älter ist, hat dieses gewaltige Zusatzproblem

© pictonaut / Fotolia.com

© pictonaut / Fotolia.com

Viele von Ihnen sind 40 Jahre alt oder älter. Denn erst ab diesem Alter haben Menschen in der Regel die Zeit und vor allem hinreichend Geld, um sich um ihr Vermögen zu kümmern. Deshalb dürfte die meisten von Ihnen interessieren, was jetzt eine Studie von „Hypoport“ ergeben hat. Über dieses Portal gehen mehr als 15 % aller Online-Anfragen zu Immobilienkrediten. Das Ergebnis wird Sie erschüttern.

Kredit? Nicht bei uns…

Hintergrund ist die Wohnungsimmobilienkreditrichtlinie, die von der Bundesregierung am Anfang dieses Jahres erlassen worden war. Danach sollen Verbraucher davor geschützt werden, sich nicht allzu stark zu verschulden. Dies könnte vor allem dann passieren, wenn die Immobilienpreise eines Tages wieder sinken.

Damit setzte die Regierung wiederum eine Vorgabe der EU um, die sich um den Kreditmarkt für Immobilien gekümmert hatte. Bei der Berechnung der Kreditwürdigkeit geht es dann vor allem darum festzustellen, ob Kreditnehmer den Kredit wieder zurückzahlen können oder sich heillos verschulden werden.

Rentner oder sehr junge Menschen, auch Paare, sehen sich aufgrund der neuen Regelungen bereits Zumutungen ausgesetzt. Jetzt aber stellt diese Studie heraus, dass vor allem diejenigen, die 40 Jahre und älter sind, weniger Kredite bekommen. Das Volumen der Generation zwischen 40 und 50 Jahren ging in den ersten sechs Monaten nach Inkrafttreten der Richtlinie um sage und schreibe 4 % zurück. Und das in der Phase der großen Immobiliennachfrage.

60- bis 70jährige noch stärker benachteiligt

Das ist erstaunlich, zumal diese Generation angesichts der niedrigen Zinsen kaum andere Alternativen als Immobilien – oder Aktien – hat, um sich abzusichern. Das Gesamtvolumen sank um 1,2 Milliarden Euro. Das bedeutet wiederum, dass zumindest dieses Kapital teilweise den Verkäufern entzogen wurde.

Die Regierung schützt damit nicht nur leistungsfähige Kreditnehmer angeblich, sondern schadet gleichzeitig den vollkommen wehrlosen Immobilienverkäufern. Die 60-bis 70-Jährigen bezogen sogar 12,1 % weniger als vor der Einführung der neuen Richtlinie.

In zweierlei Hinsicht immerhin gibt es Hoffnung: Die Richtlinie selbst soll bald wieder entschärft werden. Zudem steigen die Zinsen am Markt derzeit, wie der Deutsche Wirtschaftsbrief hier berichtet. Das wird für Verkäufer dazu führen, dass der Druck für Kaufwillige etwas zunimmt. Kurzfristig könnten die Immobilienpreise noch einmal etwas steigen und damit die kreditbedingt fehlende Nachfrage wieder etwas ausgleichen.

Zudem gibt es immer eine private Lösungsmöglichkeit: Auch Ihre Verwandtschaft dürfte dringend nach guten Zinsanlagen suchen. Hier gibt es Kredite.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: NEU: Kennen Sie die aktuelle Studie „Währungsangst 2016/2017“? Wie Sie Ihr Geld retten, wenn die Krise im Euro-Raum eskaliert Klicken Sie hier und sichern Sie sich Ihr Exemplar!

 

Print Friendly

Kommentare sind nicht erlaubt.