Unfassbare Steuerbeschlüsse in Deutschland

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Die nächste Regierung hat sich noch nicht gebildet, aber schon jetzt ist klar, dass die ersten Politikversprechen kassiert werden. Es geht um Steuern beim Immobilienkauf und im Immobilienbestand. Die meisten Parteien hatten versprochen oder angekündigt, dass die Steuern gesenkt werden. Davon ist bei allen Vorbereitungen auf die Regierungsverantwortung nicht mehr die Rede.

Wir haben uns im Deutschen Wirtschaftsbrief noch einmal die Zahlen angesehen, die sich nicht verbessern werden: Die Grunderwerbsteuer, um die es in vielen Wahlversprechen ging, ist inzwischen auf teils mehr als 6 % gestiegen – und (fast) nirgends ist angekündigt worden, dass diese jetzt sinken. Die Preise für Immobilien sind ohnehin nahezu explodiert – und die Nebenkosten bleiben.

Über 13 % Verlust

Wer dazu noch Maklerprovisionen zahlt (unabhängig davon, welche Seite es macht, weil die Kosten ohnehin auf den Kaufpreis umgelegt werden), muss teils mehr als 7 % aufwenden. Das sind im Norden beispielsweise über 13 % Kosten beim Erwerb eines Kaufes.

Der Deutsche Wirtschaftsbrief, in dem wir die wirtschaftlichen Interessen von Ihnen als Eigentümer und auch als Vermieter verfolgen, hatte ohnehin aufgedeckt, dass die Kommunen noch einmal stärker zugreifen. Hintergrund sind nicht nur die ohnehin hohen Schulden in vielen Kommunen, sondern auch die Pflicht der Bundesländer, ab dem Jahr 2020 keine neuen Verbindlichkeiten mehr aufzubauen. Der Kampf um die Gelder wird schärfer.

Die Kommunen nun haben in den vergangenen gut fünf Jahren die Grundsteuer für Immobilieneigentümer mehrheitlich erhöht – mehr als 60 % haben zugelangt. In Nordrhein-Westfalen war die Steuer fast in jeder zweiten Kommune erhöht worden. Der durchschnittliche Grundsteuerhebesatz ist inzwischen auf 370 Punkte geklettert. Ein Anstieg von über 18 % gegenüber dem Hebesatz, der vor zehn Jahren gegolten hat. Auch hier ist Nordrhein-Westfalen weit oben: 520 % beträgt der Grundsteuerhebesatz derzeit.

Immobilienpreise unter Druck

Die hohen Kosten beim Erwerb sowie beim Betrieb allerdings werden viele Eigentümer in den kommenden Jahren noch stärker belasten als ohnehin. Denn die Immobilienpreise werden aller Voraussicht nach nicht mehr so stark steigen können wie zuletzt. Die Zinsen in der Euro-Zone werden sich wahrscheinlich erhöhen. In den USA machen sich Volkswirte trotz gestiegener Zinsen Sorge um eine zu niedrige Inflationsrate (die wiederum auf eine schlechte Wirtschaftsentwicklung deutet).

Mit diesem Argument kann die EZB (Europäische Zentralbank) auch bei uns die Zinsen noch einige Zeit künstlich niedrig halten, um die Inflation anzukurbeln. Dennoch: Die Unruhe wird größer, gerade bei institutionellen Anlegern wie Lebensversicherungen. Wenn die Zinsen steigen, wird die Nachfrage für Immobilien tendenziell geringer, da Darlehen teurer werden. Die Kosten allerdings bleiben.

Das heißt für Sie: Meiden Sie Kosten, Vermietungsfallen und Steuern, wo immer möglich. Die Immobilienbewirtschaftung wird schwieriger. Wir helfen Ihnen in den kommenden Wochen mit weiteren Hinweisen – die Sie hier kostenfrei herunterladen können.

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

PS: In den kommenden Wochen werden wir übrigens weitere Investitionen in Aktien vornehmen. Die Abgeltungsteuer bleibt uns erhalten – dies begünstigt Sie. Klicken Sie einfach hier.

 

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