Diese Namen sollten Sie als Investor oder Privathaushalt kennen….

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Erschütternd, was viele Investoren in diesen Monaten und Jahren über sich ergehen lassen müssen. Viele haben ihr Geld in Anleihen investiert, scheinbar sichere Mittelstandsanleihen etwa mit einer Rendite von gut 7 %. Zahlreiche Unternehmen aus dieser Branche haben die Hände gehoben und können nicht zahlen. Gute Namen, jedenfalls wenn Sie den Verlautbarungen der großen Finanzmedien gefolgt sind. Die haben letztlich gut daran verdient, dass die Anleihen platziert wurden.

Sicher über Anzeigen von Banken, über Anzeigen betreffender Unternehmen und auch dadurch, dass die Redaktionen zu interessanten Veranstaltungen im Vorfeld der Emission solcher Anleihen eingeladen werden. Wir haben immer wieder davor gewarnt, solche Mittelstandsanleihen zu kaufen. Oder auch Anleihen aus Griechenland, die angeblich immer mal wieder „attraktiv“ waren, weil die Kurse schon so dramatisch gesunken sind.  Aber die Liste der Pleiten und der zumindest fraglichen Investitionen ist lang.

Die Liste ist lang…

So gibt es Anleihen von der „Air Berlin“, die gerade öffentlichkeitswirksam den Flugbetrieb einstellen wird. Die „Alpine Holding“ ist dabei, die „ALNO“, „Beate Uhse“, „Centrosolar“, auch eine „Enterprise Holdings“, die „ffk environment“, die „German Pellets“, „KTG Agrar“, die „MIFA“, aus einer anderen Branche die „MS Deutschland“, die berühmt-berüchtigte „PROKON“, „Rickmers Holding“, „Schneekoppe“, „SolarWorld“ („natürlich“), „Steilmann“ oder auch „Woehrl“.

All diese Unternehmen haben Wertpapiere an den Markt gebracht, die entweder schon schrottreif sind oder vor denen auch für mögliche Käufer schlicht gewarnt wird. Auf Anfrage eines Lesers warnen wir noch einmal ausdrücklich vor allen Mittelstandsanleihen, auch wenn dies dem einen oder anderen Unternehmen gegenüber wahrscheinlich ungerecht ist.

Sie können diese Anleihen später an den Börsen in aller Regel nicht mehr verkaufen, wenn Sie dies wollen. Sie müssen dann oft bis zur Rückzahlung solcher Anleihen warten – und sind dann darauf angewiesen, dass diese tatsächlich zu 100 % bedient werden. Oft fallen vorab schon die Zinszahlungen aus.

Allgemeine Empfehlung für Geschädigte…

Was ist dann zu tun? Sie können schon bei ausfallenden Zinszahlungen reagieren: Die mit weitem Abstand beste Lösung ist es, solche Anleihen sofort an den Börsen zu verkaufen. Dies funktioniert über Verkaufsorders wie bei Aktien einfach über Ihre Bank. Wenn dies nicht gelingt, dann sollten Sie sich zudem sofort anwaltliche Hilfe holen. Es gibt Anwaltskanzleien, die auf solche Fälle spezialisiert sind.

Wir empfehlen dennoch den Gang zum örtlichen oder regionalen Verbraucherschutz, die jeweils aktuelle Listen darüber führen. Zudem warnen wir im „Deutschen Wirtschaftsbrief“ regelmäßig vor neuen Fällen und nennen Ihnen hier gerne auch Alternativen für sichere und vergleichsweise sichere Zinsen. Es geht für den „Deutschen Wirtschaftsbrief“ darum, dass Sie Ihr Vermögen stets schützen können – dies ist angesichts der weiterhin schwierigen Situation an den Zinsmärkten das oberste Gebot.

 

Mit den besten Grüßen
Ihr

Janne Jörg Kipp

Chefredakteur „Wirtschaft-Vertraulich“

PS: In den kommenden Wochen werden wir übrigens weitere Investitionen in Aktien vornehmen. Die Abgeltungsteuer bleibt uns erhalten – dies begünstigt Sie. Klicken Sie einfach hier.

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